Gesellschaft Freunde der Künste
Vom 1. bis 9. November

Belize ehrt die Verstorbenen bei Los Finados - Traditionen des Totengedenken der Maya und Mestizo Gemeinden

Während am 31. Oktober vielerorts Halloween gefeiert wird, bereitet sich Belize auf „Los Finados“ vor. Vom 1. bis 9. November erstrahlen Gemeinden in Belize im Kerzenschein und gedenken den Verstorbenen.

Die auch als „Día de los Muertos“ bekannten Festlich keiten haben ihren Ursprung in yukatekischen Traditionen und werden heute von Maya - und Mestizo - Gemeinden i m Norden und Westen von Belize gelebt.

Auf den „Día de los Angelitos“, den Tag der kleinen Engel, am 1. November folgt der „Día de los Animas“, der Tag der Seelen. Gemeinden feiern das heilige Totengedenken mit Kulinarik, Kerzen und Dekorationen.

Ähnlich zur „Hanal pixan“ - Traditi on aus Mexiko und Belize glaubt man, dass die Seelen der verstorbenen Angehörigen zurückkehren und die Familien besuchen.

In Belize pflegen Gemeinden Los Finados auf unterschiedliche Weise . Im Vorfeld findet in Benque Viejo del Carmen, der westlichsten Stadt des Landes, die „Noche de Cuenta Cuentos“ statt, bei der die Einwohner Geschichten aus der Vergangenheit und über übernatürliche Phänomene erzählen.

Die Stadt veranstaltet außerdem einen „Día de Muertos“ - Nachtmarkt mit lokalen Kunsthandwerkern sowie Wettbewerbe um die am besten gekleidete Catrin und Catrina sowie die am besten gefertigte „Ix’pasha “.

In Corozal Town umfassen die Feierlichkeiten eine „Día de los Muertos“ & „Hanal Pixan“ - Parade mit kulturellen Darbietungen, Kostümwettbewerben und einem Wettbewerb um den schönsten Altar.

Menschen in Orange Walk Town feiern jährlich mit kulturellen Darbietungen, traditionellen Speisen und Altarausstellungen . Das Eco Museum Belize auf San Pedro, Ambergris Caye, richtet ebenfalls ein kulturelle s Fest zum „Día de los Muertos“ aus.

Am 1. November, dem Tag der kleinen Engel, gedenken Angehörige den verstorbenen Kindern und ehren sie mit einem Altar voller süßem Brot und anderer Leckereien.

An Allerseelen am 2. November stehen die verstorbenen Familienangehörigen im Mittelpunkt.

Famili en empfangen die Seelen mit Altären geschmückt mit Erinnerungsbildern, Blumen sowie mit den Leibspeisen und Lieblingsgetränken der Verstorbenen. Kulinarik spielt eine große Rolle.

Die Bohnensorte „Ix’pelón “ wird jährlich einmal verwendet und zu dem Mais - Gericht „Bollos“ mit Hühnerfleisch zubereitet. Teil der Feierlichkeiten sind auch die Gerichte „L as C onservas“ aus gekochter Papaya, Kürbis, Craboo und Pflaume und „ix’pasha“, ein
Brei aus violettem Mais.

Der Brei darf nur vom Koch gekostet werden und wird nach den Gebeten von allen Angehörigen genossen. Die Familien genießen die stillen, gemeinsamen Vorbereitungen wie das Kochen und das

Ziehen der „ L as V elas de C era“, der Bienenwachskerzen, die auf den Alten leuchten. Die Kerzen gelten als reinste Lichtquelle und führt die Geister zurück in die Unterwelt.

Brennen die Flammen nach Osten, sind die Ahnen auf dem Weg zu den Familien. Brennen sie nach Westen, kehren si e zurück. Die neun Tage sind geprägt von Gebeten und Gemeinschaft.

Am letzten Tag, dem 9. November, leiten Kerzen am Straßenrand den Geistern den Weg zu ihrer Ruhestätte und das Gedenken endet mit einer Prozession zum Friedhof mit geschmückten Gräbern und Festessen.


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