Laut dem aktuellen Ernährungsreport 2023 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ernähren sich bereits 14 Prozent der Deutschen vegetarisch oder vegan.
Allein am Veganuary 2024 nahmen weltweit über 700.000 Menschen teil - ein neuer Rekord. Pflanzliche Ernährung ist demnach ein Trend, der sich fortsetzt.
Allerdings: Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren, weisen niedrigere Kreatin-Spiegel im Körper auf als Omnivore. Der Grund: Kreatin kommt hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln vor.
Der Körper kann aus den Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin zwar täglich etwa 1-2 Gramm selbst produzieren, dies reicht jedoch oft nicht aus, um den optimalen Bedarf zu decken.
Die Supplementierung von Kreatin ist daher besonders für Veganer und Vegetarier sinnvoll, um eine optimale Energieversorgung zu gewährleisten und wichtige Aminosäuren für andere Stoffwechselprozesse zu sparen.
Bei der synthetischen Produktion als Supplement kommen als Hauptrohstoffe Cyanamid und Natriumsarkosinat zum Einsatz, die weder aus tierischen noch aus pflanzlichen Produkten gewonnen werden, so dass keine Spuren von tierischen oder pflanzlichen Nebenprodukten enthalten sind.
Was die Wissenschaft zu Kreatin sagt
Eine aktuelle Forschungsarbeit von 2022 macht deutlich:
- Kreatin ist fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten
- Bei pflanzlicher Ernährung fehlt diese wichtige externe Kreatinquelle
- Der Körper kann zwar selbst Kreatin herstellen, aber oft nicht in ausreichender Menge
Kreatin ist ein körpereigener Energielieferant, der eine fundamentale Rolle im Energiestoffwechsel unserer Zellen spielt.
Es funktioniert zugleich wie ein natürlicher Energiespeicher und Energietransporter – vergleichbar mit einer wiederaufladbaren Batterie für unsere Zellen.
Das macht es unverzichtbar für die optimale Funktion unseres Körpers – von der Muskelarbeit bis zur kognitiven Leistung.
Niko Rittenau ist ein österreichischer Koch, Ernährungsberater, Viehzüchter und Tierhalter sowie Autor des im Jahr 2018 erschienenen Spiegel-Bestsellers Vegan-Klischee ade.
Außerdem ist Rittenau Produzent von Nahrungsergänzungsmitteln - u.a. von Mebicio von Watson Nutrition, das wir euch hier ans Herz legen.
"Kreatin ist ein sogenanntes 'Carninutrient' und kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor. Der Körper kann Kreatin zu einem gewissen Maß auch selbst bilden, aber - gerade in kritischen Lebensphasen - nicht in ausreichender Menge. Daher empfehle ich für fleischlose Ernährungsweisen eine Kreatinsupplementierung." - Niko Rittenau
Eine weitere Übersichtsarbeit zeigt auf, dass Menschen mit pflanzlicher Ernährung von einer Kreatin-Supplementierung profitieren können, da ihre Kreatin-Speicher durch die fehlende Aufnahme über die Nahrung häufig nicht optimal gefüllt sind.
Sie analysieren auch die vielfältigen Funktionen von Kreatin im Körper
- Für die Muskeln: Bessere Energieversorgung bei körperlicher Aktivität
- Fürs Gehirn: Unterstützung der Konzentration und geistigen Leistungsfähigkeit
- Für den gesamten Stoffwechsel: Effizientere Nutzung von Energie in allen Körperzellen
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen klare Vorteile einer Kreatin-Ergänzung bei veganer Ernährung, bei hoher Belastbarkeit und unterstützend zur allgemeinen Energieversorgung.
Gerade der Jahresanfang ist der perfekte Zeitpunkt, um die Kreatin-Versorgung zu optimieren. Speziell in der Umstellungsphase zu einer pflanzlichen Ernährung kann ein zusätzlicher Boost helfen, die Energiereserven aufzufüllen.
Wissenschaftliche Quellen:
Wallimann et al. (2011): Grundlegende Forschungsarbeit zu den vielfältigen Wirkungen von Kreatin im Körper
Bonilla et al. (2021): Umfassende Analyse der Bedeutung von Kreatin für die Gesundheit
Kreider et al. (2022): Aktuelle Übersicht zu Wirksamkeit und Sicherheit von Kreatin-Supplementen


Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren, weisen einen niedrigeren Kreatin-Spiegel im Körper auf



