Gesellschaft Freunde der Künste
Von der Notwendigkeit einer Neubetrachtung

Die Winzer Hannes Schuster, Christian Tschida und Roland Velich mit dem Projekt REIMAGINE

Die burgenländischen Winzer Hannes Schuster, Christian Tschida und Roland Velich möchten dazu anregen, Wein neu zu denken und seinen Status Quo zu hinterfragen. Realisiert werden soll dies mit ihrem neuen Projekt REIMAGINE.

REIMAGINE wurde von den Winzern Hannes Schuster, Christian Tschida und Roland Velich im April 2024 ins Leben gerufen, um eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart in der Weinherstellung und -kommunikation in Mitteleuropa zu schlagen.

Besonders im Burgenland möchten sie dazu beitragen, stärkeres Verständnis und Vertrauen in die eigene Identität zu entwickeln.

Ihre Vision ist es, die allgemeine Wahrnehmung von Qualität und Terroir ihrer einzigartigen pannonischen Heimat zu schärfen und den charakteristischen Ausdruck ihrer Weine einem breiten Publikum näherzubringen.

Durch gezielte Unterstützung und Zusammenarbeit mit Winzerinnen und Winzern sowie Kooperationen mit Gastronomie und Handel wollen sie ein neues Bewusstsein für burgenländische Herkunftsweine schaffen.

REIMAGEINE ist ein eingetragenes Unternehmen und hat seinen Sitz in der Domgasse 8 in der Wiener Innenstadt, als Geschäftsführer fungiert Velichs Neffe Thomas Velich.

In der Buchhandlung 777 an derselben Adresse können Weine der drei Partner und ausgesuchter Kolleginnen und Kollegen erstanden werden.

Ein Onlineshop auf reimagine.wine ist in Planung; dort wird auch über zukünftige Projekte und Happenings wie ein

Zur Gründungsidee. Die geplante Einführung von DAC Burgenland und Überarbeitung der aktuellen DAC-Strukturen sowie die burgenländische Ablehnung der Lagenklassifikation werden von den drei Winzern begrüßt,

da sie erstmals alle Teilnehmer einschließen und einen offenen Dialog ohne stilistische Vorurteile ermöglichen.

Lange Zeit gab es keine klare Auseinandersetzung mit den charakteristischen Merkmalen und der Einzigartigkeit der großartigen Weinlandschaft Burgenland.

Dies habe auch mit der Geschichte des Burgenlands zu tun - von der Grenzziehung 1921 über die anschließende "Kolonialisierung" als billigem Traubenlieferanten bis hin zur Postweinskandalzeit, in der internationale Rebsorten von Cabernet Sauvignon bis Nebbiolo in die Flasche kamen, so die REIMAGINE-Gründer.

Die Konsequenz daraus sei eine stilistische Entwicklung hin zu Süße, Einsatz von Technologie und sonstigen Verstärkern gewesen.

Schuster, Velich und Tschida betonen vor allem die Bedeutung von heimischen Sorten - allen voran Blaufränkisch -, aber auch anderer für den pannonischen Raum typischer Rebsorten wie Furmint oder im Burgenland weit verbreiteter Sorten wie Grüner Veltliner und Welschriesling, die terroirbedingt hier ein völlig anderes Profil entwickeln als in anderen Regionen.

Kooperationen. REIMAGINE sucht für die Umsetzung seiner Vision die Kooperation mit Winzern, Gastronomie, Handel und Presse und initiiert kleinere und größere Projekte.

Beispiele dafür sind eine im Herbst erscheinende Grüne-Veltliner-Box in Zusammenarbeit mit ausgewählten Handelspartnern oder die Ankündigung zukünftiger Einzelfassfüllungen mit gleichgesinnten Winzerinnen und Winzern unter der neuen Marke REIMAGINE.


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