Irgendwo zwischen Folk und Pop, mit ein bisschen Klassik und Jazz, siedelt Vienna Teng selbst ihre Musik an. Die seit eineinhalb Jahren in New York lebende Sängerin Vienna Teng liebt die Vielfalt der Einflüsse, die sie von überall annimmt und zu Eigenem verarbeitet. Das war schon auf dem Vorgänger-Album "Dreaming Through The Noise" so und wird mit "Inland Territory" noch deutlicher.
Ihre neue Platte handelt von persönlichen Beziehungen, und beschäftigt sich mit verschiedenen geopolitischen Szenarien. Teng denkt sich in andere Menschen und Schicksale hinein, reflektiert Familie, Beziehungen, letztlich ihre Existenz. Sie ist eine pragmatische Philosophin, erhebt ihre Stimme, erzählt Geschichten, nicht klagend oder anklagend, aber deutlich Position beziehend. Das macht "Inland Territory" zu einem persönlichen, bewegenden Album, das sich klar und mit Anspruch vom popmusikalischen Alltag abhebt. So wurde "Inland Territory" ein erstaunlich vielschichtiges, ehrliches Album, unmittelbar in der Wirkung und zugleich durch die beiläufig komplexen Arrangements voller kleiner musikalischer Überraschungen.
Erschienen bei Decca (Universal) Februar 2009


© Frederick Manligas Nacino/wikipedia; Video: you tube