Mit der EP Terrible Angels legt die faszinierende CHARLOTTE GAINSBOURG, die mit ihrem letzten Album IRM laut New York Times auch als Sängerin jenen Charme erreicht hat, den sie seit jeher schon als Schauspielerin ausstrahlte, einen spannenden Vorboten auf ihr kommendes Doppelalbum Stage Whisper vor, das am 13. Januar 2012 (neues VÖ-Datum!) erscheinen und sieben unveröffentlichte Studio- sowie elf Live-Aufnahmen enthalten wird. Wer die bezaubernde Künstlerin auf ihrer Tour zu IRM, der allerersten in ihrer Karriere, erleben durfte, wird wissen, dass da sehr viel mehr auf einen zukommt als einfach nur ein Live-Album mit ein paar unveröffentlichten B-Seiten ihres 2010er Erfolgsalbums. Die Magie ihrer mal fragilen, mal energetischen Stimme stößt live in neue Dimensionen der Intensität vor, die einem nicht selten eine Gänsehaut auf den Rücken zaubern.
Fürchterliche Engel – ob CHARLOTTE GAINSBOURG von diesen bei den Dreharbeiten zu Lars von Triers „Antichrist“ geträumt hat, nach dessen Ende sie nach eigenen Aussagen „durch einen starken und unwirklichen Albtraum“ zu wandeln schien? Wir wissen es nicht – was wir aber wissen, ist, dass sie mit der SingleTerrible Angels, die wie schon die Tracks auf IRM aus der Feder von Soundvisionär Beck stammt, einmal mehr ein enigmatisches Stück Pop-Zauberei vorlegt, das von einem elektronischen Beat getragen wird, sich nahezu hypnotisch im Kopf des Hörers festsetzt und auch lange nach Sendeschluss noch darin herumspukt.
„My head is pounding, my mouth is dry, my eyes are burning...“ – im packenden Musikvideo zu Terrible Angels zieht CHARLOTTE GAINSBOURG im fiebrigen Zustand durch die kalte Großstadt, stellt sich ihren schauderhaften Schatten in einem verwaisten Parkhaus und obsiegt in einem kuriosen Doppelgänger-Battle-Finale. Oder doch nicht? „Terrible Angels... they will walk with me again, I can hear them...“
Neben der Titel-Single enthält die Terrible Angels-EP zudem die wunderschöne Akustik-Nummer Memoir (geschrieben von Conor O’Brien von den Villagers), Live-Versionen von IRM und (Bob Dylans) Just Like a Woman, die auf ihrer europäischen Sommer-Tour 2010 eingefangen wurden, sowie Videos zu Just Like a Woman (live) und Terrible Angels. Ein perfekter Appetithappen und Brückenschlag zum kommenden Doppelalbum Stage Whisper also, das uns Anfang November wieder in bedingungslose CHARLOTTE GAINSBOURG-Hörigkeit verfallen lassen wird.
2009 war ein fantastisches Jahr für Charlotte Gainsbourg: Für ihre wilde Performance in Lars von Triers „Antichrist“ wurde sie beim Film Festival von Cannes zur besten Schauspielerin gekürt, und sowohl Kritiker als auch Fans lobten ihr drittes Album, IRM, in höchsten Tönen. Doch die größte Überraschung überhaupt war, dass sie sich erstmals auf eine Welttournee begab, um in der ihr eigenen unkomplizierten und entschlossenen Art die Bühne zu zähmen, auf der sich instinktiv bestens zurechtfand. Ihre Reise durch diverse Zeitzonen (von New York über Coachella, Paris, London, Berlin und Benicassim bis nach Tokio) machte CHARLOTTE GAINSBOURG zu jener einzigartigen Sängerin, die sie heute ist.
Ihr neues Album Stage Whisper (Live And Unreleased) dokumentiert nun diese Zeit auf der Bühne und umreißt zudem mit einigen bislang unveröffentlichten Tracks einige neue Horizonte ihres Schaffens. Der erste Teil des Doppelalbums ist eine DVD-Dokumentation zur 2010er Tour und eine Reihe von Live-Tracks, die die besten Momente ihrer ersten beiden Alben – 5.55, das sie zusammen mit Air erschuf, und IRM, für das sie mit Beck kooperierte – vereinen. Der elektronische, erhebende Sound ihrer Band ist die Grundlage dafür, dass CHARLOTTE GAINSBOURG ihre natürliche und mysteriöse Persönlichkeit in eindringlich intimen Songs zum Ausdruck bringen kann.
Der zweite Teil von Stage Whisper (Live And Unreleased) ist ein unverfälschtes Minialbum von sieben Tracks, auf dem CHARLOTTE GAINSBOURG in eine völlig neue Klanglandschaft vordringt: Terrible Angels, geschrieben von Beck, ist ein geradliniger Electro-Hit mit einer absichtlich tödlichen CHARLOTTE GAINSBOURG, Paradisco zieht sie auf den Dancefloor eines Nachtclubs, der von New Order geleitet wird, und All The Rain und White Telephone klingen so, als wäre ein Gebet beantwortet oder ein Zauberspruch ausgesprochen worden. Danach wird es Zeit, Beck zu verlassen und sich stattdessen mit Charlie Fink von Noah & The Whale für Got To Let Go – eine Ballade für erfolglos ausreißende Liebende – sowie mit dem jungen Musikwunder Conor J. O’Brien (aka Villagers) zu verbünden, dessen ergreifender Folksong Memoir einen majestätischen Schlusspunkt für dieses Mini-Epos bietet.
CHARLOTTE GAINSBOURG wirft einen Blick in den Rückspiegel, während sie ihren Fuß auf den Boden stellt, und beweist, dass sie sich nach ihrem Erfolg in der Filmwelt, der einst mit dem glanzvollen Debüt in „Das freche Mädchen“ begann, nun auch beim Songwriting einen Namen gemacht hat. Dafür ist Stage Whisper (Live And Unreleased) der beste Beweis.
Tracklist CD
CD (18tracks) und 2CD (18tracks)+DVD Format
1. IRM -live
2. Set Yourself On Fire - live
3. Jamais - live
4. Heaven Can Wait - live
5. In The End - live
6. AF 607 105 - live
7. Just Like A Woman - live
8. The Operations - live
9. Trick Pony - live
10. The Songs That We Sing - live
11. Voyage - live
1. Terrible Angels
2. Paradisco
3. All The Rain
4. White Telephone
5. Go To Let Go
6. Out Of Touch
7. Memoir
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