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Er ist weltweit tätig als freier Fotograf

Zürich - Der mit 50'000 Franken dotierte Kulturpreis geht an Daniel Schwartz

Auf Vorschlag der kantonalen Kulturförderungskommission hat der Regierungsrat entschieden, den Fotografen und Autoren Daniel Schwartz mit dem Kulturpreis 2010 auszuzeichnen.

Der mit 50'000 Franken dotierte Kulturpreis zeichnet das herausragende künstlerische Werk oder die Vermittlungstätigkeit einer Persönlichkeit oder Gruppe aus. Der Fotograf und Autor Daniel Schwartz, 1955 in Olten geboren, Absolvent der Fachklasse für Fotografie an der Schule für Gestaltung Zürich (1977-1980) ist weltweit tätig als freier Fotograf.

Grosses künstlerisches Potenzial wurde ihm schon Ende der 70er Jahre zugesprochen. In den 90er Jahren war er Mitglied der Zürcher Fotoagentur «Lookat Photos» und seine Fotoreportagen lieferten sowohl für die schweizerische Tages- und Fachpresse, wie etwa die «Neue Zürcher Zeitung» oder die Kulturzeitschrift «Du», aber auch international wichtige Presseerzeugnisse – genannt sei hier beispielhaft der «Lettre International» –, aufsehenerregende Fotoreportagen.

Der ersten Einzelausstellung 1983 im Kunstmuseum Thun folgten Präsentationen seiner Fotoarbeiten in grossen Häusern der Schweiz und des Auslands. Daneben ist sein künstlerisches Schaffen in einer Vielzahl von Publikationen belegt. Daniel Schwartz, unterdessen ein Fotograf internationaler Anerkennung, ist Künstler und Reporter zugleich.

Im Bild gelingt ihm ein Doppeltes: Er hält das Besondere fest und macht daran zugleich – im Medium der Abstraktion, der ästhetischen Reduktion, der kühnen Nüchternheit – das Allgemeingültige sichtbar. Er war der erste Ausländer, der 1987 der Grossen Mauer Chinas in ihrer vollen Länge folgte und dabei die «Idee» des Monuments in eindringlichen Aufnahmen rekonstruierte.

In dem zur gleichnamigen Ausstellung (2009 im Helmhaus Zürich) erschienenen Band «Travelling through the Eye of History» hat er die fotografische Ernte seiner Reisen nach Zentralasien in den letzten vierzehn Jahren dokumentiert. Die Zürcher Ausstellung wird 2011 in Berlin gezeigt.

Mit dem Kulturpreis soll das künstlerische und dokumentarische Wirken von Daniel Schwartz ausgezeichnet werden. Förderpreis an Zimmermann & de Perrot Auf Vorschlag der kantonalen Kulturförderungskommission hat der Regierungsrat entschieden, das Duo Zimmermann & de Perrot mit dem Förderpreis 2010 im Bereich Musik, Tanz und Theater auszuzeichnen.

Der mit 40'000 Franken dotierte Förderpreis wird als zukunftsgerichtetes Förderinstrument an Kulturschaffende aus den Bereichen Musik, Theater und Tanz vergeben, deren hohes Entwicklungspotenzial auf Grund ihrer bisher erbrachten künstlerischen Leistungen absehbar ist.

Seit mehr als zehn Jahren bewegen sich Martin Zimmermann und Dimitri de Perrot mit ihrer Arbeit virtuos jenseits der gängigen Kunstbegriffe. Gemeinsam formen sie mit Musik, Tanz, Theater, Zirkus und bildender Kunst ein aussergewöhnliches Werk, das man am besten als sprachloses Figurentheater bezeichnen könnte.

Ihre Stücke werden international auf den bedeutendsten Bühnen und Festivals mit grossem Erfolg gefeiert. Sie sind eine der meist tourenden freien Theatergruppe Europas und werden in der internationalen Presse immer wieder als wegweisende Künstler einer neuen Theatergeneration betrachtet.

Die eigenwillige Welt, die „Zimmermann & de Perrot“ auf die Bühne bringen, entsteht aus kleinen Geschichten, die der genauen Beobachtung des alltäglichen Lebens entstammen.

In ihren selbst erfundenen, minuziös und bis ins letzte Detail ausgeklügelten Bühnenbildern vereinen sie höchste körperliche Konzentration mit tiefer Reflektion über die conditio humana zu spielerisch leichten, sich stets wandelnden Bildern und Klängen, die unvergesslich in Erinnerung bleiben.

Die beiden Künstler verlassen sich dabei ganz auf die körperliche Ausdrucksstärke und die virtuose Behandlung von Klang und Raum. Ihre Erfindungsgabe scheint dabei keine Grenze zu kennen.

„Zimmermann & de Perrot“ haben dank jahrelanger Zusammenarbeit hinter und auf der Bühne zu einem symbiotischen Zusammenspiel gefunden, das ihr Publikum in ihren Bann schlägt.

Wortlose, nur mit Bewegung und Klang erzählte Geschichten voller Poesie und Magie, die weltweit verstanden und geliebt werden. Der Förderpreis des Kantons Zürich soll „Zimmermann & de Perrot“ darin bekräftigen, ihren Mikrokosmos scharfsichtig und scharfsinnig weiter zu erforschen, damit ihre nächsten Produktionen auf grossen und kleinen Bühnen allerorts ein staunendes Publikum finden können.

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