Zum Auftakt der Zürcher Festspiele gelangt mit Richard Strauss’ Oper «Salome» ein Werk zur Premiere, das aufgrund der «Nervenkontrapunktik» (Richard Strauss) der Partitur bei seiner Uraufführung im Jahre 1905 die Musikwelt heftig polarisierte.
Sven-Eric Bechtolf wird den in diesem Einakter aufgezeigten Abgründen menschlicher Verstrickung in seiner Inszenierung nachspüren und damit seine erfolgreiche Arbeit zusammen mit Rolf und Marianne Glittenberg am Zürcher Opernhaus fortsetzen; erstmals arbeitet er mit Christoph von Dohnányi zusammen, der zuletzt mit einer aussergewöhnlichen «Ariadne auf Naxos» Aufsehen erregt hat.
Als Salome stellt sich die junge deutsche Sopranistin Gun-Brit Barkmin vor, als Jochanaan freuen wir uns auf Egils Silins.
Dirigent
Inszenierung
Bühnenbild
Kostüme
Lichtgestaltung
Orchester
Mit
Gun-Brit Barkmin (Salome), Dalia Schaechter (Herodias), Andrea Schwendener (Page der Herodias), Susanne Grobholz (Sklave); Egils Silins (Jochanaan), Rudolf Schasching (Herodes), Christoph Strehl (Narraboth), Michael Laurenz (1. Jude), Boguslaw Bidzinski (2. Jude), Andreas Winkler (3. Jude), Martin Zysset (4. Jude), Reinhard Mayr (5. Jude), Tomasz Slawinski (1. Nazarener), Kresimir Strazanac (2. Nazarener), Valeriy Murga (1. Soldat), Morgan Moody (2. Soldat), George Humphreys (Ein Cappadozier)
Wie Sie den Schluss deuten, überlasse ich Ihrem Empfinden – er ist wohl unergründlich, wie die Natur der Frau überhaupt, und so ganz genau weiss ich es wohl selbst nicht, sonst wäre ich wahrscheinlich kein Künstler, sondern Journalist.
Richard Strauss
Die Pflanze Salome gedeiht nur auf den Gipfeln der Gesellschaft. Sie war in Palästina eine verwöhnte und müssige Prinzessin, und heute könnte sie die Tochter eines Bankiers oder Petroleumkönigs sein.
Das Entscheidende ist, dass sie in einem Milieu unbeschränkter Macht aufgewachsen ist, so dass sich in ihrem Geist die dynamische Linie verwischt hat, die Wirklichkeit und Einbildung scheidet.
José Ortega y Gasset
am 27., 29. Juni sowie am 2. und 4. Juli
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