Es gibt Autobiografien. Natürlich. Und das Genre der Autogeografie gibt es inzwischen auch. Die Autodiskografie hingegen fristet noch ein Schattendasein: Aber würde nicht eine „Autobiografie des Hörens“ sowohl an die verschiedensten Randzonen und ins Innerste eines Menschenlebens führen und ganz elementare Spuren offen legen können, ästhetische und philosophische Grundfragen berühren? Wie musikalische Erlebnisse seine „Erziehung des Hörens“ geprägt haben, davon möchte Roger Willemsen in einer Enjoy Jazz-Matinee erzählen. Seine Education musicale zieht sich quer durch die Genres, von der Kirmesmusik zu Gustav Mahler, von Scarlatti zu Art Tatum, von Procul Harum zu John Coltrane, von Kathryn Tickell zu Alban Berg. „Jeder Mensch“, sagt Roger Willemsen, „setzt sich musikalisch anders zusammen, und wenn man die Erschütterungen, die ihm die Musik beigebracht hat, versammelte, dann würde man erkennen, dass das Ohr eklektisch, unsystematisch, rhapsodisch und alles andere als ein Connaisseur ist.“
Die Matinee mit dem hymnischen Titel „An die Musik. Eine Erweckung“ ist zugleich eine Einladung zum Hören: Der Ohrenzeuge Roger Willemsen wird musikalische Beispiele mitbringen, die diese Erschütterungen noch einmal hörbar machen – und die wie alles individuell Gefühlte doch weit über das rein Persönliche hinausweisen.
Aufgrund begrenzter Sitzplatzkapazitäten bitten wir Sie, sich vorab anzumelden: Telefon 06221 - 583 58 50 oder unter matinee@enjoyjazz.de
SAS, Heidelberg
Eintritt frei
Beginn 11 Uhr / Einlass 10.30 Uhr
Conny Stephan
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
presse@enjoyjazz.de


©Roger Willemsen, Enjoy Jazz 1 Bild