Gesellschaft Freunde der Künste

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Das Schicksal von sechs Millionen Juden

Zeugnis deutscher Vergangenheit: Gehen – Bleiben am 1 und 2.2.2011 im Theater Rigiblick Zürich

Die Tagebücher des Romanisten Victor Klemperer (1881–1960) faszinierten seit ihrer Veröffentlichung im Jahre 1995 trotz oder gerade wegen der peniblen Alltagsbeschreibungen viele Leser. Bei der Bearbeitung der Tagebücher für die Bühne stand von vornherein das Interesse an dem Menschen Victor Klemperer im Mittelpunkt.

Das Schicksal von sechs Millionen Juden, die in Konzentrationslagern leiden und sterben mussten, blieb ihm zwar erspart, aber beruflich kaltgestellt, durch Zwangsarbeit gedemütigt, enteignet und entrechtet, wurde seine Welt von Tag zu Tag enger, isolierter und trostloser.

Die unter schwierigen Umständen und Gefahr geschriebenen Tagebuchnotizen waren für ihn Überlebensstrategie. Seine Hoffnungen auf Wiedergutmachung nach dem Krieg wurden bald enttäuscht. Klemperer wurde nicht als Opfer des Faschismus anerkannt, da er weder politischer KZ-Häftling noch Widerstandskämpfer gewesen war.

In dem Monolog «Gehen – Bleiben» geht es um mehr als um ein Zeugnis deutscher Vergangenheit. Es geht um die Frage nach Selbstbestimmung oder Fremdbestimmung des Menschen: Schicksal, Zufall, Entscheidung? Gehen oder Bleiben? «In Substanz und subtiler Zurücknahme ein grosser Auftritt!» (Hamburger Abendblatt)

Dienstag und Mittwoch, 1. und 2. Februar,
jeweils 20.00 Uhr, Fr. 35.– / 25.–

Kontakt

Theater Rigiblick
Germaniastrasse 99, 8044 Zürich
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