»Das Gedächtnis wäre uns zu nichts nütze, wenn es unnachgiebig treu wäre.«
Paul Valéry
Unter dem Titel Zeitsprung: Der Blick zurück arbeiten die Choreographen Kojiro Imada und Simon Wiersma mit 80 Laien und entwickeln einen Tanzabend zum Thema »Erinnerung«. Grundlage ist die Uraufführung Am Ende eines Tages von Gregor Zöllig.
Jede Kultur bildet bestimmte Formen der Erinnerung aus; Kinder erinnern anders als ältere Menschen; manch einer beschönigt, schwebt in Nostalgie, manch einer verdrängt Ungewolltes, ein anderer wieder sieht unverklärt. Erinnerung spricht alle Sinne an. Bei Zeitsprung: Der Blick zurück trifft nicht nur Alt auf Jung, es begegnen sich auch verschiedene Formen der Wahrnehmung. Bei dem nun sechsten Zeitsprung-Projekt stellen sich die Choreographen der Herausforderung, neben einer Schüler und Erwachsenengruppe mit blinden und sehbehinderten Menschen zu arbeiten, für die Wahrnehmen und Erinnern oftmals eine andere Dimension hat.
Durch die künstlerische Umsetzung des Themas in Bewegung werden die Teilnehmer des Projekts an den zeitgenössischen Tanz als Ausdrucksform herangeführt. Durch das Durchlaufen eines gesamten kreativen Probenprozesses bis hin zur Aufführung erfahren sie sich als Tänzer und erhalten einen Einblick in die Welt hinter den Kulissen.
Besetzung
Künstlerische Leitung Gregor Zöllig
Choreographie Simon Wirsma, Kojiro Imada
Projektleitung Tania Wehrs
Kostüme Lorraine Göhring
Bühne Hank Irwin Kittel
Vorstellungen am 20 und 21.2.2010
Kontakt
Theater Bielefeld
Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld
Brunnenstraße 3-9
33602 Bielefeld
Presse
Nadine Brockmann
Links
http://www.theater-bielefeld.de/spielplan/detail.php?id_event_cluster=512677&bereich=repertoire#weiteretermine

