Gesellschaft Freunde der Künste

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die Bohnensuppe der Bevölkerung

Wuppertal - Wiesbaden „Theater macht reich – Zukunft braucht Kultur“

Statement von Petros Markaris

Vor kurzer Zeit erschien in einer deutschen Zeitung ein Artikel, der uns Griechen nahe legte, die Akropolis zu verkaufen, um unseren Bedarf an Krediten zu kürzen. Ich hielt es damals für einen schlechten Scherz.

Nun, da die Stadt und das Land Nordrhein-Westfalen das Wuppertaler Theater schließen wollen, muss ich einsehen,dass der Vorschlag ernst gemeint war. Wenn man in seinem eigenen Land aus Spargründen die Theater schließt, ist es doch sinnvoll, dass man uns den Verkauf der Akropolis empfiehlt.

Kunst ist ein Hauptgericht, das leider von den Politikern fast immer als Nachtisch serviert wird. Theater ist aber kein Nachtisch, sondern die Bohnensuppe der Bevölkerung.

Wuppertal, die Stadt der Else Lasker-Schüler, in der ganzen Welt bekannt durch das Theater der Pina Bausch,die Stadt, der ich einige unvergessliche Theatererlebnisse verdanke. – Es erschüttert mich, dass sich diese Stadt den Luxus leisten will, sein traditionsreiches Theater zuschließen, sein künstlerisches Ansehen zu verschleudern.

Der Welttheatertag (WORLD THEATRE DAY) wurde1961 durch das internationale Theaterinstitut ITI (International Theatre Institute) der Unesco begründet. In Wuppertal wird am 27. März die bislang größte gemeinsame Aktion der deutschsprachigen Theater stattfinden.

Engagierte Theatermacher und Zuschauer werden öffentlich ihre Solidarität mit dem Schauspielhaus Wuppertal bekunden und gegen Kürzungen demonstrieren. Über 50 Theater mit über 70 Beiträgen sind beim Welttheatertag in Wuppertal aktiv.

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden beteiligt sich an der Aktion und ist mit einer kleinen Delegation nach Wuppertal gereist, um die Aussage „Theater macht reich –Zukunft braucht Kultur“ zu unterstreichen und gegen die drohende Schließung der Wuppertaler Bühnen zu protestieren.

Am Abend findet in Wuppertal die Verleihung des Theaterpreises des ITI an Christoph Marthaler und Anna Viebrock durch den deutschen ITI-Präsidenten Manfred Beilharz statt.

Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Pressereferat
Christian-Zais-Str. 3
65189 Wiesbaden

Ansprechpartner:
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http://www.freundederkuenste.de/archiv/nachrichten/einzelansicht/article/bundestag_kommunale_kulturfinanzierung_in_gefahr_unterstuetzung_fuer_nothilfefonds_kultur.html

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