Gesellschaft Freunde der Künste

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Galerie Sandhofer Innsbruck

Wolfgang Sellner Im Lauf der Zeit....

Wolfgang Sellner wurde 22. Jänner zum vierten Mal in der Galerie Sandhofer ausstellen. Seit 2006 begleitet und vertritt die junge Galerie den Künstler, der 1948 in Wien geboren, Tirol 1973 zu seiner Wahlheimat gemacht hat. Nachdem die Galerie Wolfgang Sellner bisher mit Arbeiten zu einem spezifischen Thema vorgestellt hat, „Helsingin Enkeli“, „Tirol macht süchtig“ und „c.m.y.k.“, wird nun unter dem Titel „im Laufe der Zeit“ ein Rückblick auf sein mehrere Jahrzehnte umfassendes Schaffen geboten indem die verschiedenen künstlerischen Positionen mit wesentlichen Akzenten repräsentiert werden.

Die Liebe zur Malerei war in Wolfgang Sellner schon als Kind durch einen Onkel geweckt worden, einem akademischen Maler, bei welchem er in Oberösterreich einen Teil seiner Kindheit verbrachte. Er begleitete seinen Onkel auf dessen Malausflügen, wurde von ihm mit dessen Metier, Materialien und Techniken vertraut gemacht und zu eigenen Zeichnungen und Malereien angeleitet.
Selbst Kunst als Fach zu studieren blieb Wolfgang Sellner zwar verwehrt, doch schuf er sich im Rahmen eines Architekturstudiums die Möglichkeit, sich in den Sparten von Grafik, Aquarell und Akt eingehend Kenntnisse anzueignen und zu vertiefen.

Die intensive Auseinandersetzung mit diesen künstlerischen Formen und Ausdrucksmitteln in Verbindung mit der Tätigkeit als Architekt prägte sein Werk tiefgehend und anhaltend. Seit dem Jahr 2000 erweitert Sellner das Spektrum seines schöpferischen Vokabulars um die Weite der Möglichkeiten, welche die moderne Technologie am Computer bietet. Seine persönlichen Aufzeichnungen und Tagebücher, die schon zuvor Quelle und Anregung für viele Werke waren, werden von ihm nun auch am PC verändert, weiter entwickelt und zu neuen bildhaften Aussagen geformt.

Die aktuelle Ausstellung umfasst Werke der verschiedenen künstlerischen Phasen, die frühesten datieren aus den 70er Jahren, Porträts seiner Familie und Darstellungen seiner eigenen Person. Wolfgang Sellner gibt seine Modelle naturgetreu wieder, Gattin und Tochter farbig in Öl, sich selbst rein zeichnerisch, skizzenhaft als Akttorso und Porträt. Die tiefe Verbundenheit, die er dem Schaffen von Paul Cezanne, Georges Braque, Henri Matisse, den Vertretern des Bauhaus, aber genauso David Hockney gegenüber verspürt, lässt sich bei aller stilistischer Selbstständigkeit und Findung einer eigenen Charakteristik in der Formensprache durchgehend im Oeuvre Sellners nachvollziehen. Auch seine Fähigkeiten als exzellenter Zeichner zeigen sich in diesen sehr der Tradition verpflichteten Bildnissen genauso wie in den späteren Blättern der Landschaften.

Die schlichtweg mit Kugelschreiber oder Bleistift hingeworfenen Ansichten zeigen eine Unmittelbarkeit wie Sicherheit im festen Strich, die sich auch in der Technik des Aquarells wieder findet. Aus den letzten Jahren stammen Drucke, die Wolfgang Sellner zum Teil in Serien angefertigt hat. Beeindruckt und inspiriert von Richard Strauss’ Oper „Rosenkavalier“ schuf er 2009 die 9 Blätter umfassende Serie farbiger Drucke, die er einem Zitat aus dieser Oper widmet und die der jetzigen Ausstellung in der Galerie Sandhofer ihren Titel gegeben hat.

Das Zitat ist in einem der Blätter in beachtlicher Länge wiedergegeben und legt die tiefe und metaphysische Bedeutung dar, die Wolfgang Sellner den Worten Hugo von Hofmannsthals beimisst. Seine Verehrung für die Opern von Richard Strauss, dessen Musik wie für das Libretto, veranlasste ihn auch zur Kreation im zweifärbigen Druck „Intermezzo: Ariadne: Es gibt ein Reich.“ Dieses erst jüngst entstandene Werk ist technisch wie ikonographisch vielschichtig aufgearbeitet und regt den Betrachter an – zur Kontemplation über die Musik, die Worte und den Gehalt der Oper, und vor allem der Kunst an sich – „Es gibt ein Reich“.

Dauer der Ausstellung bis zum 8.2.2010

Kontakt

Galerie Sandhofer
Claudiastr 10
6020 Innsbruck
Austria

Tel: +43-(0)650-7283828

e-mail: mail@galerie-sandhofer.com
www: www.galerie-sandhofer.com

Öffnungszeiten:

Mo, Di, Mi 14.00-18.00 Uhr
Do 17.00-21.00 Uhr
Fr 12.00-17.00 Uhr

Links

http://www.galerie-sandhofer.com/archiv_article.php?id=25&catid=2