Anfang der 50er Jahre in München an der Isar geboren, wuchs Willy Michl an den Ufern des Flusses auf. Man nennt in heute den Isarindianer. Von seiner Familie liebevoll erzogen, wurde er schon in jungen Jahren ein talentierter Bühnenkünstler, aufsehenerregender Sänger und Schauspieler. In den 60ern lernte er Violine zu spielen, und sich als Sänger mit einer 12string Guitar zu begleiten. Mit Country, Rock'n Roll & Blues Songs beeindruckte er viele Zuhörer. Als Hippie trampt der junge Bluessinger nach Amsterdam.
Auf dem Nationalmonument singt er täglich vor hunderten Zuschauern
und abends im „Fantasio“. Seine Texte handeln vom respektvollen Umgang mit der Umwelt. Die Bühnenauftritte sind geprägt von Humor und Gesellschaftskritik, dabei trägt er stets ein indianisches Gewand. Im Umgang mit dem Publikum wird mit den Ängsten der Zuschauer vor der
Verrücktheit (im positiven Sinne des Wortes) des Darstellers gespielt. Seinem Fluss, der Isar, hat er in einer Art Hymne den Song „Isarflimmern“ gewidmet.
Weitere bekannte Lieder sind „Una bella signorina“, „I möcht so gern a Wildpferdl sei“, „Blues goes to mountain“, „Ois is Blues“ und „Fliag Vogel fliag“. Der erfolgreichste Titel ist das „Bobfahrerlied“.
Willy Michl war außerdem 2007 und 2008 in den Folgen „Schonzeit“ und „Bulle und Bär“ der Fernsehserie „Der Bulle von Tölz“ als Schulfreund von Benno Berghammer (Ottfried Fischer) zu sehen. Obwohl unter anderem Namen (Walter Bruckner) und verändertem Hintergrund, spielt er quasi sich selbst.
1982 wurde Willy Michl mit dem Schwabinger Kunstpreis bedacht.
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