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über die tragik der liebe

William Shakespeare´s Klassiker Romeo und Julia: Premiere am Landestheater Linz am 16.1.2010

Maskenball im Hause Capulet. Ein einziger Augen-Blick genügt, und Romeo und Julia sind unsterblich ineinander verliebt. Noch in derselben Nacht folgt dieser schicksalhaften ersten Begegnung das gegenseitige Liebesgeständnis und bereits wenige Stunden später sprechen sie von Heirat. Ein Happy End im Zeitraffer? Der glücklichen Vereinigung steht aber ein seit Jahren andauernder, erbitterter Familienstreit im Weg, der durch ein schreckliches Ereignis verschärft wird. Mercutio, ein Freund Romeos, wird von Julias Vetter Tybalt im Streit getötet.

Verstrickt in ein Geflecht aus Ehre, Gewalt und Gegengewalt, rächt Romeo den Mord, indem er seinerseits Tybalt tötet – und wird verbannt. Jetzt muss es schnell gehen: heimliche Hochzeit, erste gemeinsame Nacht und Planung des Wiedersehens an einem Ort, wo der Liebe nichts Trennendes mehr entgegenstehen kann. Eine unglückliche Verkettung von Zufällen und Widrigkeiten durchkreuzt die Pläne und führt die Liebenden letztendlich erst an jenem Ort zusammen, der ewige Trennung oder auch ewige Liebe bedeutet.

Romeo und Julia – ein Mythos. Selbst wer das Stück noch nie gelesen, noch nie gesehen hat, kennt diese tragische Liebesgeschichte. Von Anfang an steht die Liebe dieser beiden jungen Menschen unter einem ungünstigen Stern. Ihre Familien sind bis aufs Blut zerstritten. Doch so unbedingt der Hass ihrer Familien ist, der die beiden trennt, so unbedingt ist auch die Liebe, die sie verbindet. Eine Liebe, die keine Kompromisse akzeptiert, keine Bedingungen kennt und keine Forderungen stellt. Familienbande und ihre Regeln stehen einzigartigen, überwältigenden Liebesgefühlen gegenüber.

Die Kette fataler Zufälle enthüllt sich als Ironie des Schicksals, als Unstern, den die Liebenden immer wieder in ihren dunklen Ängsten erahnen und in der Absolutheit ihres Fühlens bewusst herausfordern, bei der Liebesentscheidung und bei der Wahl des Liebestodes. So verbinden sich Zufall, Schicksal und eigene Wahl zu einer Motivation, deren letzter Sinn den Gestalten im Zentrum verborgen bleibt.

Aufführungsort: Landestheater Linz www.landestheater-linz.at

Termine: Premiere 16.1.2010 um 20 Uhr Grosses Haus

20./21./22./26./27./ Januar 2010

5./26./27. Februar 2010

14./27. April 2010

10./27. Mai 2010

Inszenierung

Gerhard Willert

Bühne und Kostüme

Alexandra Pitz

Musik

Christoph Coburger

Dramaturgie

Elke Ranzinger

Besetzung

Romeo

Klaus Köhler

Montague, sein Vater

Thomas Kasten

Benvolio, Montagues Nichte

Christiane Schulz

Balthasar (= Abraham), ein Angestellter der Montagues

Tobias Graupner

Julia

Nicole Reitzenstein

Capulet, ihr Vater

Vasilij Sotke

Capulets Frau

Nora Dirisamer

Tybalt, ihr Neffe

Peter Pertusini

Amme der Julia

Verena Koch

Peter (= Samson), Angestellter der Capulets

Erich Josef Langwiesner

Gregory, Angestellter der Capulets

Georg Bonn

Escalus, Prinz von Verona

Stefan Matousch

Mercutio, Verwandter des Prinzen

Aurel von Arx

Paris, Verwandter des Prinzen

Ralf Wegner

Bruder Lorenzo

Georg Bonn

Bruder John

Peter Pertusini

Ein Apotheker

Aurel von Arx