Zum 50. Todestag des Malers Wilhelm Schmurr präsentiert das Clemens-Sels-Museum Neuss eine Retrospektive mit mehr als 150 Arbeiten eines großen Individualisten, dessen vielfach monumentalen Formate und ungewöhnlichen Sujets von einer tiefen, ruhigen Musik getragen werden und zweifellos zu den wegweisenden Entdeckungen unserer Zeit gehören.
Es ist ein eigentümliches Lied von der Erde, das der Maler Wilhelm Schmurr (1878-1959) gesungen hat. Doch nach einiger Zeit werden wir bemerken, wie die ernste Schönheit seiner herben Portraits, die verhaltene Kraft der einfachen Menschen, der weite, raumgreifende Schwung seiner Landschaften sich in uns eingegraben haben:
Gerade die Einfachheit der Dinge, die dieser aus Hagen stammende, in Düsseldorf großgewordene Künstler mit manchmal fast naiv anmutenden, in Wahrheit aber genau kalkulierten Farben und Linien eingefangen hat, will einen nicht mehr loslassen: Das Kartoffelfeuer, das in einer kalten Abendsonne regelrecht knistert; die Dünen, über deren weiten Windungen das Geschrei der Möwen hörbar wird: Wer derlei einzufangen weiß, verdient eine eingehende Be(tr)achtung.
Das Museum
Das Clemens-Sels-Museum Neuss bietet seinen Besuchern ein vielfältiges museales Erlebnis.
Neben den zahlreichen aktuellen Sonderausstellungen gewähren die sehr unterschiedlichen Sammlungsbereiche Einblicke in die Ur- und Frühgeschichte, die historische und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt seit der römischen Zeit sowie in die Entwicklung der regionalen bürgerlichen Kultur.
Eine herausragende Stellung nimmt die Sammlung alter und neuer Kunst ein.
So gehören zum Bestand bedeutende Gemälde des Mittelalters und der niederländischen Schule. Insbesondere die Gemälde der Nazarener, der Präraffaeliten und der Symbolisten Frankreichs, Belgiens und Hollands bilden eine in Deutschland einzigartige Sammlung.
Den Einfluss französischer Kunst auf Deutschland belegen vor allem die Werke der Rheinischen Expressionisten, die sowohl mit Gemälden und graphischen Arbeiten als auch mit religiöser Glasmalerei im Museum exemplarisch vertreten sind.
Weiterhin dokumentiert eine reichhaltige Sammlung moderner Primitiver Kunst die Gegenposition zur progressiven akademischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Als künstlerische Strömung der Gegenwart bildet die Konzeptuelle Farbmalerei einen weiteren Sammlungsschwerpunkt des Hauses.
Clemens-Sels-Museum Neuss
Am Obertor, D-41460 Neuss
Telefon: +49(0)2131-904142, Fax: 902472
mail:info@clemens-sels-museum.de
Angela van den Hoogen
PRO CLASSICS
Wöhlerstr. 2
41515 Grevenbroich
Tel: 02181-211670
Fax: 02181-211660
www.proclassics.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Schmurr

