Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

Die Ausstellung in K21 ist die erste Werkschau Wilhelm Sasnals

Wilhelm Sasnal, bis zum 10.01.2010 in Düsseldorf

Die Ausstellung in K21 ist die erste Werkschau Wilhelm Sasnals (geb. 1972) außerhalb seines Heimatlandes Polen, die einen breiten Überblick über die zehn Jahre von seiner Studienzeit bis heute gibt. Sie wird exklusiv in Düsseldorf
gezeigt. Sie vereinigt ca. 89 Gemälde und ist um zentrale Themen herum gruppiert, auf die er in seinem Schaffen immer wieder zurückkommt.

Dazu gehören Bilder von Familie und Freunden ebenso wie von historischen Personen, das Fortleben der Moderne und das Fliegen als ihr Sinnbild, aber auch die Darstellung intimer Befindlichkeiten, die Klischee beladenen
Ansichten seines Wohnortes Krakau oder die Allgegenwart der Kirche in Polen.

Sasnals Malerei hat sich im ersten postkommunistischen Jahrzehnt in Krakau entwickelt, als er zu einer Gruppe Gleichgesinnter gehörte, die sich unter dem Namen Ładnie (Hübsch) gegen die akademische Tradition auflehnte. Es ging
diesen Malern um eine im weitesten Sinne realistische Kunst, die sich in bewusst einfacher Manier an populäre Bildsprachen anlehnte.

Sasnal konzentrierte sich auf alltägliche Gegenstände und Konsumartikel seines eigenen Lebensraums, von der Kleidung über die Unterhaltungselektronik bis zu Fernreiseangeboten. Schon in solchen, nur scheinbar naiv wiedergegebenen Motiven lässt sich ein Panorama von Erfahrungen einer Gesellschaft im Übergang zum Kapitalismus erkennen. In der Folge hat der Künstler eine zunehmend größere Spannbreite von malerischen Möglichkeiten entwickelt, die von den Methoden illustrativer Gebrauchskunst bis zur beinahe völligen Abstraktion, von stimmungsvollen Anleihen bei der populären Malerei bis zu
autonomen Pinselgesten reichen.

Wilhelm Sasnal ist ein Künstler ohne umfassendes malerisches Programm, das einen einmal beschriebenen Weg festlegt. Für ihn ist vielmehr jedes Bild ein Einzelereignis. Das gilt für die Wahl des Motivs, das meist auf einem Foto beruht, genauso wie für den malerischen Stil. Auch wenn er mitunter mehrere Bilder zu einem Thema malt, ist sein Interesse nicht auf Wiedererkennbarkeit und Variation gerichtet, sondern auf die Escheinung des jeweiligen konkreten Bildes.

Intuition, Spontaneität, aber auch eine Art kritischer Distanz spielen
eine wichtige Rolle: „Die Malerei erinnert mich manchmal an eine sinnlose Fertigkeit, die perfekt ist, aber der es an Geist oder Energie mangelt. Ich möchte dem, was ich tue, so distanziert gegenüber stehen wie möglich, um es aus einer breiteren Perspektive heraus betrachten zu können. Wenn ich male, kommt es mir so vor, als ob ich gar nichts weiß, und oft ist es so, dass das Bild die Führung übernimmt, nicht ich.“ (Wilhelm Sasnal)

Neben seiner Malerei hat Sasnal schon immer auch Filme gemacht. Waren es früher eher kurze, zumeist atmosphärische, von bestimmten Situationen bestimmte 8- und 16-Millimeter- Filme, die er teilweise zusammen mit seinen Bilder zeigte, so ist vor kurzem sein erster abendfüllender Spielfilm im
35-Millimeter-Format entstanden. „Swineherd“ (2009) basiert auf Hans Christian Andersens Märchen „Der Schweinehirt“ und handelt von einer Dreiecksgeschichte, die im ländlichenPolen in der Zeit nach dem II. Weltkrieg spielt.

Kurator der Ausstellung: Julian Heynen
Kuratorische Assistenz: Stefanie Jansen

Dauer der Ausstellung bis zum 10.01.2010

Kontakt

K20K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Grabbeplatz 5

40213 Düsseldorf

info@kunstsammlung.de

Presse

Cornelia Heising

Tel.: +49 (0) 211 8381 - 146
Fax: +49 (0) 211 8381 - 601

Links

http://www.kunstsammlung.de/de/ausstellungen/2009/k21-wilhelm-sasnal.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Sasnal

http://www.saatchi-gallery.co.uk/artists/wilhelm_sasnal.htm

http://www.artnet.de/artist/3277004/wilhelm-sasnal.html

http://www.kunstaspekte.de/index.php?action=webpages&k=1777