Unter der künstlerischen Leitung von Intendant Dr. Manfred Beilharz zeigen die 114.Internationalen Maifestspiele der Landeshauptstadt Wiesbaden am Hessischen Staats-theaters Wiesbaden vom 1. Mai bis 31. Mai 2010 wieder besondere und außergewöhnliche Inszenierungen der internationalen Theaterlandschaft aus Oper, Tanz und Schauspiel.
„Auch dieses Mal ist es gelungen, Theateraufführungen aus 12 Ländern, u.a. aus China, Brasilien, Griechenland und Russland für die Maifestspiele zu gewinnen, darunter einige Deutschland- und Europapremieren. Ich freue mich auf ein großes Theaterfest im Mai“, so Manfred Beilharz zu Beginn der Pressekonferenz.
Eröffnet werden die diesjährigen Festspiele am 1. Mai mit einem großen Opernwerk des 20. Jahrhunderts: „Elektra“ von Richard Strauss. Die Musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Marc Piollet, für Inszenierung und Bühne konnte die international renommierte Künstlerin Rebecca Horn gewonnen werden. Diese Produktion ist Teil der Veranstaltungsreihe „Phänomen Expressionismus“ des Kulturfonds FrankfurtRheinMain 2009-2011.
Gleich zwei Operngesamtgastspiele der Griechischen Nationaloper Athen stehen vom 7. bis 9. Mai auf dem Programm der Maifestspiele: Puccinis „La Bohème“ 7. und 8. Mai (Musikalische Leitung: Lukas Karytinos, Inszenierung: Graham Vick) mit Opernstars wie Elena Kelessidi (Mimì), Loukia Spanaki (Musetta), Sébastien Guèze (Rodolfo) und Dimitri Tiliakos (Marcello).
Am 9. Mai steht dann „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss in der Inszenierung von Philippe Arlaud auf dem Spielplan. Die Musikalische Leitung hat Giovanni Pacor, es singen u.a. die Star-Sopranistin Hui He (Primadonna / Ariadne) sowie der neue Bayreuther „Siegfried“ Lance Ryan in der Rolle des Bacchus.
Ein ganz besonderen Gastspiel kommt aus China: die Yue-Oper „Butterfly Lovers“, ein poetischer Rausch mit einer nur aus Frauen bestehenden Besetzung feiert am 19. und 20. Mai in Wiesbaden ihre Europa-Premiere. Anders als in der aggressiveren Peking-Oper stehen bei der Yue-Oper die lyrischen Momente in Musik, Tanz und Sprache in deutscher Übersetzung ganz im Vordergrund.
Außerdem stehen zwei Gala-Abende mit Gästen auf dem Programm, die ein großes Renommee genießen: „Rigoletto“ am 23. Mai mit Norah Amsellem (Gilda) und Celso Albelo (Herzog) sowie „Falstaff“ am 30. Mai unter dem Dirigat von Antonello Allemandi mit Franco Vassallo als Ford sowie erneut Ambrogio Maestri als Falstaff, der auch die Titelrolle der „Rigoletto“-Gala singen wird.
Das Tanzprogramm startet am 12. Mai mit dem dreiteiligen Abend des brasilianischen Balé da Cidade de São Paulo, die mit neoklassischer Technik, feurigem Temperament und ungewöhnlicher Tanzsprache das Publikum mitreißen werden.
Es folgt die Europa-Premiere einer der besten modernen Compagnien Asiens: BeijingDance / LDTX (China) mit ihrem Programm „Unspeakable“ des Choreografen Sang Jijia am 22. Mai. Das Petersburger Ballett gastiert bei den Maifestspielen am 28. und 29. Mai mit „Die rote Giselle“ von Starchoreograf Boris Eifman. Den Abschluss der Maifestspiele am 31. Mai bildet die brasilianisch-französische Compagnie Käfig, die mit „Correria/Agwa“ von Mourad Merzouki ihre Deutschland-Premiere feiert.
Im Schauspiel stehen hochrangige Produktionen aus Berlin, Hamburg und dem polnischen Poznań auf dem Programm. Vom Schauspielhaus Hamburg ist am 3. und 4. Mai Henrik Ibsens „Baumeister Solness“ in der Inszenierung des zukünftigen Intendanten des Münchner Residenztheaters Martin Kušej zu Gast.
Es folgt am 15. und 16. Mai aus dem Berliner Ensemble die Uraufführung „Shakespeares Sonette“ von Robert Wilson. 25 der insgesamt 154 Sonette erwachen mit 15 Schauspielern (darunter u.a. Georgette Dee) und der betörenden Musik des kanadischen Musikers Rufus Wainwright zum Leben.
Am 24. Mai steht mit „Arche Noah. Das neue Ende von Europa“ im Kleinen Haus des Staatstheaters ein außergewöhnliches europäisches Gastspiel aus des Teatr Nowy aus Poznań auf dem Spielplan. 24 Schauspieler aus sechs Ländern (zwei davon aus Wiesbaden) stellen sich einer explosiven Mischung aus sechs Sprachen und einer großen Vielfalt aus Kulturen, Erfahrungen und Temperamenten.
Am 25. und 26. Mai darf sich das Publikum auf eine der letzten Inszenierungen des im vergangenen Jahr verstorbenen Regisseurs Jürgen Gosch freuen, der mit „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ bei den Maifestspielen 2005 zu Gast war. In „Onkel Wanja“ von Anton Tschechow steht ein hochkarätiges Schauspielensemble (u.a. Constanze Becker, Meike Droste, Jens Harzer, Ulrich Matthes) auf der Bühne, die das Stück – komisch und tieftraurig zugleich – nach Wiesbaden bringen.
Abgerundet wird das Programm mit Solo-, Konzert- und Kabarettabenden bekannter Künstler und Ensembles. Nach ihrem umjubelten Konzert bei den Internationalen Maifestspielen 2006 kommt die aserbaidschanische Künstlerin Aziza Mustafa Zadeh am 5. Mai erneut nach Wiesbaden, diesmal mit einem Jazz-Trio.
Ebenfalls „alte Bekannte“ sind die sieben Meister des „einfühlsamen Blechgesanges“: Mnozil Brass aus Österreich, die am 10. Mai mit ihrer neuesten Show „Magic Moments“ das Publikum verzaubern werden.
Die immer ausverkaufte Wartburg-Revue „Schwarz-Rot-Petticoat!“ zieht für zwei Abende ein in den Malersaal (14. und 16. Mai), kurz unterbrochen von „Under the Covers“ der britischen A capella Band The Magnets am 15. Mai. Am 27. Mai startet dann im Kleinen Haus das preisgekrönte Kabarett-Duo Pause und Alich durch mit ihrem Programm „Durchstarten“.
Das Programm der Jungen Woche, die aus dem IMF-Programm nicht mehr wegzudenken ist, gibt gleich zu Beginn der Festspiele nicht nur den jüngeren Zuschauern Gelegenheit, Theater aus ganz Europa zu sehen und zu erleben.
Neben der musik-theater-werkstatt, die zu elektroakustischer Musik des griechischen Komponisten Iannis Xenakis einlädt, steht bei dem Ensemble Mattiacis die Oper von Claudio Monteverdi „L’Incoronazione di Poppea (Die Krönung der Poppea)“ auf dem Programm. Wie in jedem Jahr zeigt auch das Programmkino Caligari ausgewählte Filme, die sich thematisch oder ästhetisch auf die eingeladenen Produktionen beziehen.
Die Maifestspiele 2009 waren mit rund 22.000 Besuchern sehr erfolgreich und erreichten eine Auslastung von durchschnittlich 92,13 % aller zur Verfügung stehender Plätze.
Das Budget 2010 umfasst 1.512.800 Mio €, wobei die Eigeneinnahmen 704.550 €, Sponsorengelder und Spenden des Fördervereins weitere rund 135.000 € betragen. Die Stadt Wiesbaden zahlt einen Zuschuss in Höhe von 553.950 €, das Land Hessen 76.000 €.
Die Einnahmeerwartungen aus dem Jahre 2009 wurden übertroffen, so konnten 43.300 € als Überschuss für die Maifestspiele 2010 übertragen werden.
Der Intendant dankte den Förderern von Stadt und Land und besonders den Mitgliedern des Fördervereins der Internationalen Maifestspiele e. V., stellvertretend ihrem Vor-sitzenden Hans Christian Bremme und Zsolt Gheczy für ihr großes Engagement.
Der Kartenvorverkauf beginnt am Samstag, den 20. Februar 2009 um 9.00 Uhr.
Kartenvorverkauf online unter www.staatstheater-wiesbaden.de
email: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de
Kartentelefon: 0611. 132 325, Fax: 0611. 132 367
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