Von 18. bis 26. Jänner 2014 findet die 22. Ausgabe der «Resonanzen», Wiens Festival für Alte Musik, im Wiener Konzerthaus statt. Diesmal steht das Festival unter dem Motto «Querköpfe».
Im Volksmund sind sie, die «Querköpfe», oft identisch mit den verschrobenen Genies, die ja bekanntlich nah am Wahnsinn leben sollen. Einer von ihnen war der 1690 in Florenz geborene Komponist und Geigenvirtuose Francesco Maria Veracini, dessen Oper «Adriano in Siria» die «Resonanzen» 2014 und damit die Parade kreativer Störenfriede in der Musik vom Mittelalter bis zum Barock eröffnen wird.
Festival in Österreich
In ihren verschiedenen Ausprägungen begegnen uns Querköpfe bei diesen «Resonanzen» aber nicht nur als schrullige Komponisten vom Format eines Jan Dismas Zelenka, Carlo Gesualdo, Alexander Agricola oder William Lawes; sie mischen sich auch unter die Ausführenden: Europa Galante, Hopkinson Smith, Hiro Kurosaki, Concerto Copenhagen und viele andere Publikumslieblinge machen gemeinsam mit den Debütantinnen und Debütanten des britischen Gambenconsorts Phantasm, der deutschen Capella de la Torre und des Prager Collegiums 1704 Front gegen den musikalischen Mainstream – damals und heute.
Ausstellung Historischer Instrumentenbau
Am 18. und 19. Jänner, wenn Säle und Foyers des Wiener Konzerthauses von einem bunten Gemurmel flötender, zirpender und schnarrender Laute widerhallen, können bei rund 70 internationalen Herstellerinnen und Herstellern wieder Instrumente ausprobiert werden. Eintritt frei.
Die «Resonanzen» Lounge ist abermals Plattform exzellenter Nachwuchskünstlerinnen und -künstler sowie themenbezogener Filme.
Das Publikum hat unterschiedliche Möglichkeiten, diese intensive Zeit der Alten Musik im Wiener Konzerthaus mitzuerleben: Die einen greifen traditionell zum kompletten Abonnement, da es ihnen ein rauschendes Fest der Alten Musik in zehn Konzerten zum sensationellen Preisvorteil von bis zu 34% gegenüber dem Einzelkartenkauf bietet. Andere wiederum genießen das 4er-Package «Resonanzen», eine handverlesene Auswahl von vier Konzerten mit weltlicher und geistlicher Musik, intimer Vokalpolyphonie der Renaissance und virtuoser Instrumentalmusik des Barock, die einem zwischen den einzelnen Terminen kleine Verschnaufpausen gönnt. Auch mit dem 4er-Package kann man bis zu 32% gegenüber dem Normalpreis sparen.
Festival in Wien
Und schließlich gibt es das Angebot zweier optionaler Zusatzkonzerte, die sich am zweiten Samstagnachmittag gezielt an Familien mit Kindern, am späten Donnerstagabend an jazzerfahrene Nachtschwärmer wenden. Abonnement- bzw. Packageinhaberinnen und -inhaber genießen auch hierfür entsprechende Ermäßigungen.
«Resonanzen» – beliebt seit 1993
Seit 1993 veranstaltet das Wiener Konzerthaus unter dem Titel »Resonanzen» ein Festival Alter Musik, das sich von Beginn an als erfolgreichste Veranstaltungsreihe des Hauses profiliert hat. Alljährlich versammeln sich im Jänner international renommierte Ensembles und Interpretinnen und Interpreten zu zehn Konzerten vom Solorecital bis zur konzertanten Opernaufführung.
Resonanzen «Querköpfe»
Sa, 18.01.2014
Europa Galante / Biondi «Adriano in Siria»
19:00 Uhr Großer Saal
So, 19.01.2014
Hopkison Smith, Theorbe
19:30 Uhr Mozart-Saal
Mo, 20.01.2014
HiroKurosaki und Freunde
19:30 Uhr Mozart-Saal
Di, 21.01.2014
MalaPunica / Memelsdorff
19:30 Uhr Mozart-Saal
Mi, 22.01.2014
Ensemble Arte Musica / Cera
19:30 Uhr Mozart-Saal
Do, 23.01.2014
Capillaflamenca / Snellings
19:30 Uhr Mozart-Saal
Do, 23.01.2014
Édouard Ferlet
21:30 Uhr Berio-Saal
Fr, 24.01.2014
Capella de la Torre / Bäuml
19:30 Uhr Mozart-Saal
Sa, 25.01.2014
Ensemble Unicorn / Posch
15:30 Uhr Mozart-Saal
Sa, 25.01.2014
Collegium 1704 / Collegiumvocale 1704 / Luks
19:30 Uhr Großer Saal
So, 26.01.2014
Phantasm
11:00 Uhr Mozart-Saal
So, 26.01.2014
Concerto Copenhagen / Keohane / Mortensen
19:30 Uhr Großer Saal
Dr. Judith Deak
Lothringerstraße 20
1030 Wien
E-Mail: deak@konzerthaus.at
www.konzerthaus.at


Das Publikum hat unterschiedliche Möglichkeiten, diese intensive Zeit der Alten Musik im Wiener Konzerthaus mitzuerleben, bspw. mit dem Concerto Copenhagen. © Keith Saunders
Bild 2: Collegium © Hasan el Dunia
Bild 3: Europa Galante © Ana de Labra
Bild 4: Eduard Ferlet © Grégoire Alexandre
Bild 5: Roberta Invernizzi © Ribalta Face Studio
Bild 6: Smith Hopkinson © philippe gontier/naive