Mit Tanz und Gesang lenken sich Hänsel und Gretel von ihrem quälenden Hunger ab. Über diese Ausgelassenheit verärgert, schickt sie die heimkehrende Mutter der bettelarmen Familie zum Beeren sammeln in den Wald. Dort verirren sich die Geschwister und finden vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr nach Hause. Vom Sandmännchen in den Schlaf geleitet, träumen die beiden Kinder von vierzehn Engeln, die auf einer goldenen Leiter vom Himmel herabsteigen. Am nächsten Morgen vom Taumännchen wieder aufgeweckt, stößt das Geschwisterpaar auf ein Knusperhäuschen und gerät in die Fänge einer Hexe, die Hänsel im Ofen backen und verspeisen will. Doch der Plan geht nicht auf. Die listigen Kinder wissen sich zu helfen ...
Humperdinck assistierte als junger Mann dem großen Richard Wagner in Bayreuth. In Anlehnung an dessen Bühnenweihfestspiel »Parsifal« sprach er bei »Hänsel und Gretel« von seinem »Kinderstubenweihfestspiel«.
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