„Wer heut sein Haupt noch auf der Schulter trägt, / Hängt es schon morgen zitternd auf den Leib, /Und übermorgen liegts bei seiner Ferse. / Zwar, eine Sonne, sagt man, scheint dort auch, / Und über buntre Felder noch, als hier: / Ich glaubs; nur schade, daß das Auge modert, / Das diese Herrlichkeit erblicken soll.“
In der Schlacht bei Fehrbellin macht der General Prinz Friedrich von Homburg einen groben Fehler, sein eigenmächtiges Eingreifen erringt zwar den Sieg, handelt ihm aber auch Todesstrafe beim Kurfürsten ein. Schuld an der Befehlsmissachtung ist ein Scherz, den sich der Kurfürst am Vortag am schlafwandelnden Prinzen erlaubt. Hierbei verliert Prinzessin Natalie ihren Handschuh.
Im Wachzustand bei der Befehlsübergabe ist der Prinz nur mit der Frage beschäftigt, wie dieser in seine Hände geriet. Er deutet den Handschuh als gutes Omen und als Zeichen der Liebe Nataliens zu ihm, überhört dadurch jedoch die Order. Im Angesicht seines ausgeschaufelten Grabes, sinkt dem tapferen Prinzen das Herz in die Hose. Der Kurfürst ist bereit, auf Bitten seiner Nichte Natalie, den Prinzen zu begnadigen, allerdings nur, wenn dieser das Urteil selbst als ungerecht hält ...
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