Ein Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo ist die bedeutendste Auszeichnung für deutsche Künstlerinnen und Künstler im Ausland. Auch in diesem Jahr stellten die Rompreisträger des vergangenen Jahres ihre Arbeiten im Berliner Martin-Gropius-Bau vor.
Eine Nacht lang boten Lesungen, Konzerte und Ausstellungen die Möglichkeit, die Arbeit ihrer Schöpfer kennenzulernen. Gleichzeitig vermittelten sie einen Eindruck von der inspirierenden Wirkung eines Studienaufenthaltes in der Villa Massimo.
Kunst aller Sparten
Im unteren Geschoss des Marin-Gropius-Baus präsentierte die Villa Massimo Fotoarbeiten von Heidi Specker, Zeichnungen von Jana Gunstheimer und Installationen von Ulrike Kuschel. Wie die Projekte des Architekten Jan Liesegang lassen auch sie eine Auseinandersetzung mit Situationen und Orten in Rom oder Italien erkennen.
Liesegang zeigte seine Hommage an das Rom des 21. Jahrhunderts, die er zusammen mit Frauke Gerstenberg in seinem "Raumlabor roma" entwickelt hat.
Lesungen und Konzerte fanden in jeweils eigenen Räumen statt. Die Komponisten Philipp Maintz und Anno Schreier präsentierten dort - unterstützt vom Ensemble "work in progress" - neue Stücke. Publikumsmagenten waren die Lesungen von Marcel Beyer und Buchpreisträgerin Kathrin Schmidt, die bisher nicht veröffentlichte Texte vorstellten.
Projekte vor Ort
Dass die Deutsche Akademie Rom auch Projekte begleitet, vorantreibt und bei ihrer Realisierung hilft, zeigten zwei Präsentationen ehemaliger Stipendiaten. Rudolf Finsterwalder, Carsten Nicolai und Matthias Weischer, Stipendiaten des Jahres 2007, waren mit ihrem Modell für eine Kirche in Olevano Romano vertreten. Der Architekt Bernd Bess stellte seinen "German Room" für die UN-Organisation IGSD vor, der in diesem Jahr eingeweiht wird.
Förderung auf höchstem Niveau
Jedes Jahr vergibt der Kulturstaatsminister an zehn ausgewählte Künstlerinnen und Künstler Stipendien für einen einjährigen Studienaufenthalt in der Villa Massimo. Die Stipendiaten sind in der Regel um die 40 Jahre alt und gehören zur Nachwuchselite deutscher Künstlerinnen und Künstler.
Die Komponisten, Schriftsteller, Architekten und Bildenden Künstler sollen durch den Aufenthalt in Rom Inspiration und künstlerische Orientierung ohne finanzielle Engpässe erhalten.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1910 hat die Villa Massimo viele berühmte Kunst- und Kulturschaffende aus Deutschland beherbergt. Heute ist die Deutsche Akademie Rom Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Sie wird im Jahr mit über zwei Millionen Euro aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers gefördert.
Quelle:
http://www.bundesregierung.de/...

