Gesellschaft Freunde der Künste

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Anfänge der Videokunst

Videokunst im Museum Folkwang Essen vom 5.6. bis 1.8.2010

Die Auswahl der Werke der Ausstellung geht auf die Anfänge der Videokunst in der Sammlung Folkwang zurück. Zu Beginn der 1970er Jahre wurde erstmals und einzigartig ein Videostudio in einem Museum eingerichtet, in dem junge Künstler direkt produzieren konnten. Zudem fanden seit den 1970er Jahren verschiedene Ausstellungen und Videofestivals statt. Mit regelmäßigen thematischen Screenings unter dem Titel Video Folkwang werden auch seit diesem Jahr wieder regelmäßig  junge Videoproduktionen vorgestellt.

Die Aufarbeitung dieses Sammlungsbestandes ist ein längerfristiges Projekt. Hierzu gehören nicht nur die Digitalisierung und Restaurierung zahlreicher U-matic-Bänder und anderer Abspielformate, sondern ebenso die Konservierung und Beschaffung älterer Abspielgeräte. Nicht zuletzt spiegelt die Ausstellung unsere jüngere Mediengeschichte wider, die sich seit den letzten vier Jahrzehnten rasant und unabewendbar verändert.

In der hiesigen Ausstellung werden mehrere Arbeiten gezeigt, die im Videostudio Folkwang produziert wurden, so von Ulrike Rosenbach Frauenkultur - Kontaktversuch von 1977. Erstmals seit 1981 ist die Installation 100 Intellektuelle beten einen Öltank an von Marcel Odenbach zu sehen, die damals entstand. Neben Klassikern der Videokunst (Nam June Paik, Klaus vom Bruch und Jean-Francois Guiton) werden Neuerwerbungen von aktuellen Künstlern wie Deimantas Narkevicius, Kimsooja, Michal Rovner, Jana Sterbak und Gästen wie Romeo Grünfelder oder Patrick Borchers zu entdecken sein. Der poetische Titel und das Thema der Ausstellung umfassen die verschiedenen Facetten des Mediums, dessen Bilder zeitlich und flüchtig sind und dessen museale Bewahrung eine Herausforderung ist. Das Moment des „Entschwindens“ ist zugleich Metapher und Leitmotiv der Videoarbeiten.

Die Digitalisierung der Sammlung wird gefördert mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen. Für die nähere Zukunft ist eine Publikation zur Videosammlung ebenso geplant wie weitere Sammlungspräsentationen.

Um auch zukünftig Videokunst auf "alten Geräten" zeigen zu können, sucht das Museum Folkwang derzeit hochwertige und voll funktionsfähige Röhrenfernseher. Wer spenden möchte, wende sich bitte ab dem 24. Mai 2010 an die Kuratorin Sabine Maria Schmidt unter der e-mail Adresse: sabine.maria.schmidt@museum-folkwang.essen.de.

Kontakt

Museum Folkwang

Museumsplatz 1
45128 Essen
T +49 201 8845 160
F +49 201 889145 000
M +49 177 737 9207
hendrik.vonboxberg@museum-folkwang.essen.de
www.museum-folkwang.de

Links

http://www.museum-folkwang.de/de/ausstellungen/ausblick/das-im-entschwinden-erfasste.html