Veronika Wittes Arbeiten sind häufig Versuchs-anordnungen, die von den Antworten auf Befragungen oder von graphischen Darstellungen ausgehen, um welche die Künstlerin bittet und die sie im Anschluss in komplexe Installationen umsetzt. Dazu gründete die Künstlerin 2001 das fiktive Meinungsforschungsinstitut „ISF – Institut für sozio-ästhetische Feldforschung Berlin“.
So basiert etwa die Projektion „Phu Quoc“ auf Umrisszeichnungen einer vietnamesischen Insel, die Dorfbewohner während einer Befragung über ihre Zukunftschancen machten. In „hybrid figures“ von 2006 und den nachfolgenden Projekten untersuchte Veronika Witte die Auswirkungen der Gentechnologie auf das Körperbild von Männern und Frauen: Die Probanden fertigten unter anderem Darstellungen von Wesen, die als „flüssige“ Zeichnungen zunächst in eine Videoprojektion und dann in eine Gruppe von Figuren aus Acrystal und Chromlack transformiert wurden.
Künstlergespräch mit Veronika Witte am Mittwoch, dem 10. März 2010, um 18 Uhr.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Ralf Hartmann, Cornelia Lund und Ernest W. Uthemann.Für das Saarländische Staatstheater erarbeitet Veronika Witte zur Zeit das Bühnenbild zu Franz Schuberts unvollendeter Oper „Sakontala“, die als „szenische Skulptur“ am 27. März 2010 uraufgeführt wird.
Dauer der Ausstellung bis zum 11.4.2010
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