Die Kunststudentin Evelyn mag keine Kunst, die nicht wahr ist, oder besser: Sie mag nicht den verlogenen Umgang mit Kunst; zum Beispiel, dass die original nackte Männerstatue im Museum nachträglich mit einem Feigenblatt ausgestattet wurde. Mit Farbe will sie der Wahrheit der Kunst und zugleich der Natur zu ihrem Recht verhelfen. Ausgerechnet Adam, ewiger Student mit Nebenjob Museumswächter, sollte sie daran hindern. Das ist bei Evelyns geschliffener Argumentation nicht so leicht. Überhaupt entwickelt die Zufallsbekanntschaft an der roten Absperrkordel eine überraschende Eigendynamik: Der uncoole und erfolglose Adam beginnt, auf sein Äußeres zu achten, und gewinnt durch die Liebesbeziehung mit Evelyn an Selbstvertrauen. Seine Freunde staunen über die Schnelligkeit der zunächst vorteilhaften Veränderungen, bis diese ein Maß erreichen, das eher an Manipulation als an liebevolle Unterstützung erinnert. Der 1963 in Detroit geborene Regisseur und Autor Neil LaBute zählt gegenwärtig zu den meistgespielten US-Dramatikern in Europa. In DAS MASS DER DINGE ("The Shape of Things") variiert er anspielungsreich den antiken Pygmalion-Stoff.
INSZENIERUNG: Andre Sebastian
BÜHNE: Britta Langanke
KOSTÜME: Annie Lenk
BESETZUNG: David Fuchs, Sonia Hausséguy, Sarah Sanders, Falk Schuster
Termine:
27. März/07./08./09./17./18./19./24./25./26. April 2009 www.theater.baden-baden.de

