Gesellschaft Freunde der Künste

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Zum 28. Mal wurde der Kunstpreis verliehen

Verleihung des Kunstpreises des Saarlandes 2010 an den Dirigenten Professor Christoph Poppen

Zum 28. Mal wurde der Kunstpreis des Saarlandes verliehen. Der diesjährige Preisträger ist der Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbücken Kaiserslautern, Professor Christoph Poppen.

Er erhielt die Auszeichnung aus den Händen von Kulturminister Karl Rauber im Rahmen einer Feierstunde in der Festhalle der Staatskanzlei.

Der Kunstpreis des Saarlandes hat eine lange Tradition. Er wurde im Jahr 1959 vom damaligen Kultusminister, Franz-Josef Röder, gestiftet und ist die höchste Auszeichnung, die das Saarland für besondere künstlerische Leistungen - abwechselnd - auf den Gebieten der Musik, der Literatur, der Bildenden Kunst oder der Architektur vergibt.

Alle zwei Jahre kann dieser Preis zur Anerkennung hervorragender künstlerischer Leistungen an eine Persönlichkeit verliehen werden, die in besonderer Weise durch ihr künstlerisches Schaffen das kulturelle Leben des Saarlandes geprägt hat oder prägt.

Im Bereich „Musik“ ist Professor Christoph Poppen der 10. Preisträger nach Heinrich Konietzky (1959), Johannes Driessler (1962), Clemens Kremer (1970), Gerd Boder (1976), Hans Zender (1980), Theo Brandmüller (1986), Rolf Riehm (1992), Tzvi Avni (1998) und Siegmund Nimsgern (2004).

Kulturminister Karl Rauber würdigte die künstlerische Leistung des Preisträgers: „Der Kunstpreis des Saarlandes ist ein wichtiger Bestandteil der vitalen Kultur im Saarland. Er ist Ausdruck der Wertschätzung, die das Land verdienten Künstlerpersönlichkeiten entgegen bringt.

Die Preisträger finden Beachtung und Anerkennung über die Landesgrenzen hinaus und geben als Kulturbotschafter ein Zeugnis ab vom kulturellen Schaffen in unserem Land.

Professor Christoph Poppen ist es gelungen neue Publikumsschichten sowohl im Saarland als auch auf internationaler Ebene für die Musik zu gewinnen. Daher hat er  diese Auszeichnung in besonderem Maße verdient.“

Der diesjährige Preisträger, Professor Christoph Poppen, ist mit dem Saarland intensiv durch seine Arbeit mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern verbunden.

Als er im August 2006 die Position des Chefdirigenten des damaligen Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken übernahm, galt es, die Fusion von RSO und Rundfunkorchester Kaiserslautern als Chefdirigent zu begleiten und zu gestalten.

Für diese Herausforderung brachte er die besten Voraussetzungen mit: Als Solist ist er Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Violinwettbewerbe; kammermusikalisch erfahren ist er als Gründer des renommierten Cherubini Streichquartetts und als langjähriger künstlerischer Leiter des Münchener Kammerorchesters.

Als Hochschullehrer wirkte er an der Hochschule für Musik Detmold, an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin – dort war er Rektor - und derzeit an der Hochschule für Musik und Theater München. Weiterhin trug er für fünf Jahre die künstlerische Verantwortung für den Internationalen Musikwettbewerb der ARD.

Der jeweilige Preisträger wird nach einem in den Statuten vorgeschriebenen Verfahren ermittelt. Ein Sachverständigen-Gremium erarbeitete Kandidatenvorschläge, anschließend schlug eine fünfköpfige Jury den Preisträger einstimmig mit folgender Begründung vor:

„Christoph Poppen hat in seiner Funktion als Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern dem Orchester in kurzer Zeit ein eigenständiges Profil auf hohem Niveau verliehen. Dabei pflegt er ein stilistisch breit gefächertes Repertoire.

Dank seiner künstlerisch-charismatischen Ausstrahlung ist es ihm gelungen, neue Publikumsschichten sowohl im Saarland als auch auf internationaler Ebene für die Musik zu gewinnen.

Besonders würdigt die Jury sein Engagement im Zusammenwirken mit weiteren Kulturinstitutionen im Saarland und seine nachhaltigen Impulse für die Musikvermittlung. Die Jury anerkennt seine Bemühungen um einen Konzertsaal für das Saarland.“

Minister Rauber dankte den Mitgliedern der Jury für Ihre verantwortungsvolle Arbeit.

presse@staatskanzlei.saarland.de