Am 17. März 2010 wurde in Rom zum dritten Mal der deutsch-italienische Übersetzerpreis verliehen. Der italienische Kulturminister Sandro Bondi und der deutsche Botschafter Michael Steiner überreichten den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis für die beste literarische Übersetzung an Bice Rinaldi für Markus Werners Roman „Zündels Abgang“. Den Nachwuchspreis erhielt Stefano Zangrando für die Übersetzung von Ingo Schulzes „Adam und Evelyn“.
Sowohl in Deutschland als auch in Italien herrscht großes Interesse am literarischen Schaffen der Nachbarn: Das Italienische nimmt unter den ins Deutsche übersetzten Sprachen den dritten Platz ein und umgekehrt.
Der seit 2008 vergebene Preis für literarische Übersetzungen zeichnet im jährlichen Wechsel italienische und deutsche Übersetzer aus, die mit ihrer Tätigkeit zur Verbreitung zeitgenössischer Belletristik in beiden Ländern beigetragen haben.
Ausgeschrieben wird er vom Auswärtigen Amt, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem italienischen Kulturministerium in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut.
„Die dritte Vergabe des deutsch-italienischen Preises für literarische Übersetzung führt eine positive Tradition der deutschen Bundesregierung fort, die die italienische Regierung gern unterstützt”, so der italienische Kulturminister Sandro Bondi bei der Verleihung.
Die Initiative schaffe eine noch größere Nähe zwischen diesen beiden seit Jahrhunderten durch fruchtbaren Austausch und gegenseitige Bereicherung eng verbundenen Ländern. „Ich schätze die Arbeit all derer, die zum Erfolg dieses jährlichen Ereignisses beitragen. Bei dieser dritten Vergabe danke ich insbesondere der deutschen Botschaft und dem Goethe-Institut Rom.”
Angesichts der schlechten Honorare ist ein großer Idealismus Voraussetzung für die Arbeit literarischer Übersetzer. Auch darauf möchte der Preis aufmerksam machen. Für Susanne Höhn, Leiterin des Goethe-Instituts Italien, ist der Preis „die Krönung für die jahrelangen Bemühungen des Goethe-Instituts zur Förderung der zeitgenössischen deutschen Literatur in Italien.
Und die ist auch deshalb so wichtig für die auswärtige Kultur- und Bildungsarbeit, weil zeitgenössische Literatur wichtige kulturelle und gesellschaftliche Wandlungsprozesse vermittelt.“
Quelle:
http://www.goethe.de/prs/prm/a...
Verleihung des deutsch-italienischen Übersetzerpreises
Die Gewinner der ersten Verleihung im Jahre 2008 waren Domenico Pinto für die Übersetzung des Werkes „Aus dem Leben eines Fauns“ von Arno Schmidt, Anita Raja für ihr Gesamtwerk und Monica Pesetti für das beste Erstlingswerk „Ich und Kaminski“ von Daniel Kehlmann.
Im vergangenen Jahr wurden in Berlin Sigrid Vagt als beste Übersetzerin für den Roman „Die Legende von Redenta Tiria“ von Salvatore Niffoi, Esther Hansen als Nachwuchsübersetzerin für „Sardische Vendetta“ von Marcello Fois und Marianne Schneider für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet.
Mitglieder der Jury waren 2010 Magda Olivetti (Germanistin), Andrea Casalegno, (Journalist), Hermann Dorowin (Germanist), Camilla Miglio (Germanistin), Ugo Perone (Philosoph), Ugo Riccarelli (Schriftsteller) und Maike Albath (Kulturkritikerin).
Bice Rinaldi, 1967 in San Giorgio del Sannio geboren, hat an der Universität Federico II in Neapel Germanistik und Anglistik studiert und für die Verlage Beisler, Electa, Il Mulino, Silvana Editoriale und Skira übersetzt. Sie wurde für die Übersetzung von „Zündels Abgang“ von Markus Werner ausgezeichnet („Zündel se ne va”, Neri Pozza 2008).
Stefano Zangrando, 1973 in Bozen geboren, hat an der Universität von Trient vergleichende Literaturwissenschaft studiert. Seine Übersetzung des Romans „Adam und Evelyn“ („Adam e Evelyn”, Feltrinelli 2009) wurde als bestes Erstlingswerk ausgezeichnet. Er gewann einen Studienaufenthalt am Europäischen Übersetzer-Kollegium Straelen.
Der deutsch-italienische Preis für literarische Übersetzung wird vom Auswärtigen Amt, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem italienischen Kulturministerium in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem Europäischen Übersetzer- Kollegium ausgeschrieben.
Quelle:
http://www.goethe.de/prs/prm/a...


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