Wie revolutionär Beethoven auf die Zeitgenossen gewirkt hat, ist heute nur noch schwer vorstellbar. Doch selbst sein modellhaftes Violinkonzert fiel bei der Uraufführung als »überladen« und undankbar« durch: Die ausgreifende sinfonische Einleitung spannte die Freunde athletischer Virtuosenkost allzu lange auf die Folter.
Konzert in Deutschland
Und dass der Pauker wichtiger sein sollte als der Geiger, leuchtete auch nicht jedem ein. Beethovens konstruktive rhythmische Kraft spricht nicht nur aus dem dringlichen Pochmotiv des Violinkonzerts, sondern auch aus dem überrumpelnden Beginn seiner »Eroica«. Zwei herrische Akkordschläge setzen ein selbstbewusstes Ausrufezeichen für das Auftreten des »Großen Mannes«, den die »Eroica« porträtieren wollte und der nicht mehr Napoleon sein durfte.
Konzert in Hamburg
Bertrand de Billy, Dirigent
Pinchas Zukerman, Violine
Konzerteinführung mit Nadine Hellriegel
So, 11. Januar 2015, 10.15 Uhr, Laeiszhalle, Kleiner Saal
Mo, 12. Januar 2015, 19.15 Uhr, Laeiszhalle, Studio E
Familienangebot am Sonntagvormittag:
Kinderprogramm im Klingenden Museum (4-8 Jahre)
Kindereinführung zu Beethovens »Eroica« mit Anne Kaack-Heyens (9-12 Jahre)
Bertrand de Billy & Pinchas Zukerman
- Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
- Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«


Pinchas Zukerman zählt seit über vier Jahrzehnten zu den ganz großen Geigenvirtuosen des 20. und 21. Jahrhunderts. © Cheryl Mazakgroß