Frida Kahlo, ein neues Ballett von Hauschoreo-grafin Dominique Dumais über das Leben und Werk der mexikanischen Künstlerin, kommt am 19. Februar 2010 im Opernhaus des Nationaltheaters Mannheim zur Uraufführung. Kevin O’Day-Ballett Mannheim wird dabei begleitet vom Nationaltheaterorchester unter der musikalischen Leitung von Günther Albers, der gemeinsam mit der Choreografin Werke mexikanischer Komponisten für diesen Ballettabend zusammengestellt hat.
Choreografin Dominique Dumais beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Werken Frida Kahlos, in denen die tragische Lebensgeschichte der Malerin unmittelbar und ergreifend präsent ist. Die intensive Bilderwelt Kahlos und die zahlreichen darin enthaltenen Erzählungen, Miniaturdramen und Selbstreflexionen sowie Briefe und Tagebücher sind der Stoff ihrer Annäherung an die Künstlerin.
Mit einer innigen und prägnanten Bewegungssprache erarbeitet Dumais für und mit den sieben sehr unterschiedlichen Solistinnen des Ensembles verschiedene Facetten dieser starken Persönlichkeit, wie wir sie in ihren Bildern erkennen.
Bühnen- und Kostümbildnerin Tatyana van Walsum, die zuletzt in Mannheim Résonances Chopin ausgestattet hat, lotet mit aufwendigen Projektionen und übergroßen symbolischen Gegenständen geschickt alle drei Dimensionen der Opernhausbühne aus und lässt dennoch den Tänzerinnen und Tänzern die Hauptrolle in diesem sensiblen Ballett über eine große Künstlerin.
„... eine Bombe mit einer Schleife verziert“– so charakterisierte André Breton die Malerin Frida Kahlo. Er präsentierte Gemälde der jungen Mexikanerin 1939 in Paris in einer Ausstellung der Surrealisten.
Frida Kahlo aber sagte über ihr Werk: „Sie hielten mich für eine Surrealistin, aber das war ich nicht. Ich habe keine Träume gemalt. Ich habe meine Realität gemalt.“ Diese Realität war bestimmt von Krankheit, den Folgen eines Unfalls und immer neuen Operationen.
Sie war bestimmt von der bürgerlich-demokratischen Revolution, die sie als Kind erlebte, und von einem künstlerischen Umfeld, das sich den Idealen dieser Revolution verschrieb und aus europäischen, nordamerikanischen und lateinamerikanischen Kunsttraditionen schöpfte. Bestimmt von Freundschaften zu Fotografen, Malern und Musikern und von der Ehe mit einem der bedeutendsten Maler Mexikos, Diego Rivera.
Und sie fand ihren Ausdruck in Stillleben und Landschaftsmalerei, zahlreichen Portraits und vor allem Selbstbildnissen. Beeinflusst von mexikanischer Portraitmalerei und italienischer Renaissance, von präkolumbianischer Volkskunst und religiöser Votivmalerei entstanden meist kleinformatige Bilder – eine existentielle Malerei als eigenwilliges Schweben zwischen Realismus und Fantastik, mit kräftigen Farben und einer flächigen Malweise.
Frida Kahlo (UA)
Choreografie: Dominique Dumais
Musikalische Leitung: Günther Albers
Bühne und Kostüme: Tatyana van Walsum
Licht: Bonnie Beecher
Musik:
Carlos Chávez Sinfonia de Antigona, Sinfonie Nr. 1
Chavela Vargas La Llorona (vom Band)
Ludwig Nussbichler Eklipse – Traumbildfragmente II
Edgar Varèse Ionisation
Carlos Chávez/Dietrich Buxtehude Chaconne in e-Moll für Orchester
Ludwig Nussbichler Endymion – Traumbildfragmente I
Einojuhani Rautavaara Melankolia aus Cantus Arcticus, Op. 61 (Concerto for Birds and Orchestra)
Carlos Chávez Sinfonie Nr. 5, 2. Satz
Silvestre Revueltas Sensemayá für Orchester
Ramón Montes de Oca Téllez El Descendimiento según Rembrandt
Es spielt das Nationaltheaterorchester.
Mit Zoulfia Choniiazowa, Nadège Cotta, Maria Eugenia Fernández, Mami Hata, Sigmund Hegstad, Hitomi Kuhara, Louis Laberge-Côté, Tyrel Larson, Brian McNeal, Julie Pécard, Ching-Yi Ping, Luis Eduardo Sayago, Agata Zajac
Mit freundlicher Unterstützung des Instituto Cervantes Frankfurt und des Generalkonsulates von Mexiko in Frankfurt
Uraufführung: am 19. Februar 2010 um 19.30 Uhr im Opernhaus
Weitere Termine:
28. Februar, 3. und 6. März, 10., 22. und 25. April, 22. Mai und 5. Juli 2010
(Bitte entnehmen Sie die Uhrzeiten dem Monatsspielplan)
Kartentelefon: 0621.1680 150
www.nationaltheater-mannheim.de
Eva Wagner
Dramaturgin und Ballettmanagerin
Nationaltheater Mannheim
Kevin O'Day-Ballett Mannheim
Eva-Maria Steinel
Mitarbeiterin Ballettmanagement und -PR
Am Goetheplatz – 68161 Mannheim
Tel. +49 621 1680-538
Fax +49 621 1680-448
Bild: Gemälde von Kristin Dembny
Titel: New York - Ein farbiges Band um eine Bombe
Frida Kahlo, Andre Breton und Julian Levy
aus dem Werkzyklus,"Frida Kahlo - Viva la Vida, es lebe das leben...
Ausgezeichnet mit dem Kaiserswerther Kunstpreis 2006
Der Kaiserswerther Kunstpreis 2006 ging an die aus Dresden stammende Künstlerin Kristin Dembny für ihren Werkzyklus "Frida Kahlo - Viva la Vida". Zur Preisverleihung kamen über 1000 geladene Gäste. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltete die Sängerin Daniela Rothenburg und The Voyagers. Moderation: Michaela Boland. Laudatio und künstlerische Leitung: Gottfried Böhmer, Gesellschaft Freunde der Künste.
link:
http://www.freundederkuenste.de/galerie/kuenstler/einzelansicht/article/dembny_kristin.html
http://www.freundederkuenste.de/ueber-uns/pressespiegel/gallery/37/1/1x1.html

