Professor Dr. Martin Jörgens, renommierter Zahnmediziner aus Düsseldorf, hat gemeinsam mit seinen Kollegen Dr. Caroline Kentsch und Professor Dr. Marcel Wainwright in Tansania ein Hilfsprojekt zur Behandlung von Zahnerkrankungen ins Leben gerufen.
Das Projekt „Daktari for Maasai“ geht auf eine Afrika-Reise des Zahnarztes zurück, die den Zahnmediziner an die kenianische Grenze in die nordwestlichen Gebiete Tansanias führte. Dort ließ er sich von einem Ranger in dessen Dorf Ololosokwan bringen. Die einzige medizinische Versorgung der 5000-Seelen-Gemeinde bestand in einer bescheidenen Klinik ohne Strom und fließendes Wasser. Einen Zahnarzt gab es nicht. Professor Jörgens entschied spontan, den dort ansässigen Maasai (ostafrikanische Volksgruppe im Norden Tansanias und in den weiten Ebenen im Süden Kenias beheimatet) zu helfen.
„Als ich über der Eingangstür zu Zimmer 4 der kleinen Klinik das Schild “DAKTARI” (Suaheli für Doktor) las, wusste ich, dass wir endlich den Platz in Afrika für unser lang ersehntes Hilfsprojekt gefunden hatten,“ erinnert sich der Mediziner, und fährt fort: “Noch am gleichen Tag versprach ich dem Dorfältesten, dass wir dort eine Zahnstation einrichten würden.“
Eine Zusage, die mit viel Energie, Disziplin und Liebe zur Detailplanung nun langfristig realisiert wird: Dr. Caroline Kentsch, die bereits als Zahnärztin in Peru gearbeitet hatte, und Professor Jörgens, mit reichlich Kenntnissen als mobiler “Rallye-Zahnarzt“, bezogen 14 Monate später Zimmer 4 am Fuße des Kilimandscharo, ausgerüstet mit einem kompletten netzunabhängigen Dentalkit.
Schnell sprach sich unter den Maasai herum, dass sie ihre Zahnschmerzen in der Klinik loswerden konnten. Ganze Familienverbände nahmen Tagesmärsche auf sich, um insbesondere Behandlungen von infektionsbedingten Schmerzen durchführen zu lassen. Schnell lernten die Mediziner das Wort „Keme“, womit die Maasai „Schmerz“ bezeichnen.
Das deutsche Zahnarztteam versorgte seine Patienten tagtäglich unter erschwerten klimatischen Bedingungen bis tief in die Nacht. Neben der Kariesbehandlung waren Extraktionen von Weisheitszähnen, Wurzelresten und Milchzähnen an der Tagesordnung – alles medizinische Eingriffe, die die Maasai bis zu diesem Zeitpunkt mit Buschmesser oder Meißel und ohne Anästhesie selbst durchgeführt hatten. Da die allgemeine Akzeptanz für den medizinischen Fortschritt und damit die Anzahl der Patienten stetig anstieg, musste ein einfacher Bürostuhl als zweiter Behandlungsstuhl herhalten, damit die beiden Mediziner nicht nur abwechselnd, sondern auch gleichzeitig behandeln konnten.
Mit ihrem unermüdlichen Einsatz in der Hitze Tansanias gelang es den engagierten Zahnärzten, allein bei ihrem ersten Aufenthalt mehr als 220 Dorfbewohner von zum Teil unerträglichen Schmerzen zu befreien.
Bei seiner letzten Reise in den Osten Afrikas, von der Professor Jörgens gerade zurückgekehrt ist, brachte der Mediziner zwei mobile Dentalstühle, weitere zahnärztlichen Instrumente und ein umfangreiches Medikamentensortiment von Deutschland mit, um die Patienten vor Ort noch besser versorgen zu können.
Der nächste Besuch steht bereits fest: Im Januar 2013 reist Caroline Kentsch mit einem Ärzteteam in die Station nach Tansania. Langfristig ist geplant, die kleine Klinik kontinuierlich auszubauen und auch Mediziner anderer Fachrichtungenfür die Arbeit im Dorf Ololosokwan zu begeistern
Für Unterstützungswillige hat Medeor ein Stiftungskonto “Daktari for Maasai” eingerichtet. Hier kann zielgerichtet gespendet werden. Dieses Geld wird nur für die Anschaffung von Medikamenten und zahnmedizinischem Equipment verwendet.
Die Bankverbindung lautet:
Deutsches Medikamenten-Hilfswerk
action Medeor e. V.
“Daktari for Maasai”
Stadtsparkasse Düsseldorf BLZ: 300 501 10
Kontonummer: 4242
Referenznummer: 2-46-0170
www.medeor.de
Weitere Informationen unter www.dentalspecialists.de
Jörg Schwarz


Professor Dr. Martin Jörgens, Dr. Caroline Kentsch und Professor Dr. Marcel Wainwright versorgen Maasai vor Ort

