Eine der schönsten Freilichtbühnen Europas, herausragende, internationale Interpreten und beliebte Werke des klassischen Repertoires – das ist der strahlende Dreiklang des großen Klassik Open-Airs "Unter Sternen": einem kulturellen Highlight und fröhlichen Fest für die ganze Familie zugleich. In der Atmosphäre der Berliner Waldbühne gibt es für diesen Abend als Eröffnung Wagners "Lohengrin"-Ouvertüre zu hören: von den ersten, zarten Tönen an breitet das renommierte City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) einen weichen Streicher-Klangteppich aus, auf dem das Publikum endgültig der urbanen Metropole entrückt und in die magische Welt der Musik entführt wird. Von Simon Rattle, dem heutigen Chef der Philharmonie zu Weltruhm geführt, setzt Andris Nelsons, der "Star unter den Jungdirigenten" (Süddeutsche Zeitung) seit 2008 dessen Arbeit als Musikalischer Leiter des Orchesters erfolgreich fort.
Ein optisch-akustisches Furiosum verspricht das folgende "Frozen Times" des israelischen Komponisten Avner Dorman zu werden. Der faszinierende Perkussionist Martin Grubinger ist der Solist dieses von Mozart genauso wie von asiatischer Gamelan-Musik inspirierten zeitgenössischen Konzertes für Orchester und Perkussion und möchte einen Sog aus schweißtreibenden Rhythmen, athletischer Höchstleistung und überragender Musikalität erzeugen.
Für mitreißende Dynamik steht auch Beethovens 5. Klavierkonzert. Vom ersten, mächtigen Allegro-Satz führt eine eindrucksvoll steigende Spannungskurve in diesem Meisterwerk an Klangbildern von erhabener, leuchtender Schönheit vorbei bis hin zum liedhaften, beglückenden Rondo-Finale. Vor allem aber bietet dieses Konzert seiner Solistin außergewöhnlich große Räume zur virtuosen Entfaltung – und dass diese erfindungsreich, phantasievoll und technisch brillant gefüllt werden, dafür garantiert die exzellente französische Pianistin Hélène Grimaud. Vielfach preisgekrönt hat die gefragte Musikerin bei so renommierten Dirigenten wie Kurt Masur oder Vladimir Ashkenazy in den bedeutendsten Konzerthäusern der Welt geglänzt.
Dvoráks "Aus der Neuen Welt" – eine der wohl populärsten Sinfonien – bildet dann den krönenden Abschluss dieses Konzertereignisses und könnte durch die Ohrwurmqualität des Themas beim nächtlichen Nachhauseweg unter Sternen zu hundertfacher Wiederholung kommen.

