Constanze lebt im Haus des Türken Selim, der ihre Liebe zur Not erzwingen will. Belmonte will mit Hilfe von Blonde und Pedrillo mit Constanze fliehen. Doch die Flucht misslingt und stattdessen stellen sich bei Pedrillo und Belmonte Zweifel an der Treue ihrer Liebsten ein…
Das zu Mozarts Zeit modische Türkensujet wird zum äußeren Zeichen für das Fremdsein in der Liebe: der vertraute Partner wird zum Fremden, der Fremde wird (erschreckend) vertraut.
Aus dieser Sicht kommt dem exotischen Serail, in dem die Europäer Konstanze, Blonde und Pedrillo von den Türken Bassa Selim und Osmin festgehalten werden, eine doppelte Bedeutung zu:
Es ist nicht nur als orientalischer (und damit fremder) Schauplatz, sondern ebenso als Seelenraum zu verstehen, als Ort der Entscheidung, als Ort der inneren Befreiung – einer Befreiung, die vielleicht nur innerhalb der Serailmauern stattfinden kann.
Da erscheint die eigenartigerweise als „Entführung“ bezeichnete Befreiungsaktion von Belmonte und Pedrillo der „inneren Befreiung“ der beiden Frauen fast hinderlich zu sein ...
Musikalische Leitung: Attilio Tomasello – Inszenierung: Jens-Daniel Herzog - Bühne und Kostüme: Mathis Neidhardt – Chor: Tilman Michael
Konstanze: Iris Kupke – Blonde: Anja Kaftan – Belmonte: Maximilian Schmitt - Pedrillo: Uwe Eikötter – Osmin: Rúni Brattaberg – Bassa Selim: Wilhelm Eilers
Wiederaufnahme am 26. Juni, 19.30 Uhr, Opernhaus
Kartentelefon: 0621- 16 80 150, www.nationaltheater-mannheim.de
Sandra Strahonja
-Pressereferentin Oper und Schauspiel-
Nationaltheater Mannheim
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