Springer hat es vorgemacht, andere Verlage springen auf den Zug auf: Journalistische Inhalte von Nachrichtenportalen im Internet sollen künftig Geld kosten. Fassten die Zeitungsverlage den so genannten Paid Content jahrelang nur mit spitzen Fingern an, wächst inzwischen der Mut in den Chefetagen zur Einführung der Bezahlschranken.
Medien in Deutschland
Nachdem sich Welt und Bild von der Gratiskultur verabschiedet haben, kündigte in diesen Tagen zunächst die Zeit an, in Kürze ein Bezahlmodell an den Start zu bringen. Darauf folgte der Heise-Verlag, der seinen Branchendienst künftig ein wenig unabhängiger von den Werbeeinnahmen machen will, indem die Leser für gute Inhalte bezahlen sollen.
Jetzt steht fest, dass die Bezahlschranke vor den Regionalzeitungen nicht Halt macht: Der Ippen-Verlag ist entschlossen, die Online-Seiten von Münchner Merkur, tz und HNA nicht länger zum Nulltarif anzubieten. Ein Zeitpunkt für die Einführung steht noch nicht fest, aber um das Ob geht es bei Ippen nicht mehr. Man darf gespannt sein, wann die nächsten Verlage folgen.
Hendrik Zörner
Anmerkung der Redaktion: Quelle Wikipedia
Ein wesentlicher Unterschied zwischen Paid Content und Paid Services liegt in der Interaktion des Kunden. Wird ein einmaliger Download eines Produktes gegen Gebühren durchgeführt, spricht man von Paid Content. Der Kunde ruft somit digitale Güter ab, die als gelieferte Produkte verstanden werden können. Paid Content ist vor allem im Zusammenhang mit Zeitungsartikeln (vgl. Paywall) und dem Download von Musik zu verbinden.
Online-Auktionen, die Handels-Plattform als solche ist dagegen z. B. ein Paid Service, der gegen Gebühren genutzt werden darf. Die gesamte Nutzung spielt sich Online ab und eine Benutzerinteraktion ist gegeben. Die ersteigerte Ware ist jedoch nicht als Paid Content anzusehen, da es sich dabei wiederum um ein erworbenes, physisches Gut handelt. Paid Services stellen somit gelieferte Dienste dar. Bei Paid Content handelt es sich um immaterielle Realgüter.


Die umsonstkultur soll ein Ende haben. Jetzt wollen alle Verlage nach Axel Springer Vorbild zur Kasse bitten. Vorausgesetzt der Leser spielt mit.