Mit der untrennbaren Einheit von künstlerischem Denken und Handeln ist Joseph Beuys (1921-1986) zur einer der charismatischsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts geworden. Sein facettenreiches Werk, das bis heute Einfluss auf die aktuelle Kunstproduktion hat, wird immer wieder unter verschiedensten Aspekten präsentiert und diskutiert. Die Ausstellung "Joseph Beuys. Parallelprozesse" will unter anderem mit bedeutenden Rauminstallationen den "Erweiterten Kunstbegriff" von Beuys verdeutlichen, in dem politische und künstlerische Utopien zur Sicht auf die Gesellschaft als "sozialer Plastik" verschmolzen.
Zu den insgesamt rund 300 Arbeiten gehören Hauptwerke wie "zeige deine Wunde" (1974/75), "The pack (das Rudel)" (1969) oder "Fond IV/4" (1970/74). Einige dieser von wichtigen Museen oder Privatsammlern entliehenen Werke verlassen erstmals seit dem Tod des Künstlers für die Düsseldorfer Ausstellung ihren fest installierten Platz und die Rauminstallation "Stripes from the house of the shaman 1964-72" (1980) wird erstmals wieder in Europa gezeigt.
Auch eine umfangreiche Auswahl von Zeichnungen, Objekten, plastischen Bildern und Relikten seiner Aktionen, die auf besondere Weise Kunst und Leben in Beziehung setzen sollten, wird zu sehen sein. Skulpturale und bildnerische Aspekte, theoretische Reflexion und aktionistisches Handeln sowie die eigenwillige Umwandlung von Werkstoffen und Gegenständen verbinden sich damit in "Parallelprozessen" zum unverwechselbaren und außergewöhnlichen Lebenswerk von Joseph Beuys.
Das Schmela Haus wird während der Ausstellung zum Satelliten des Ausstellungshauses am Grabbeplatz. Zusätzlich zu den Museumsöffnungszeiten wird an den Donnerstagabenden das Haus zum Treffpunkt und Ort der Diskussion: namhafte Künstler sprechen zum Einfluss von Beuys auf ihr Werk .
Ein umfangreicher Katalog mit Farbabbildungen aller gezeigten Werke führt durch die Ausstellung; ein spezieller Stadtplan dokumentiert die Beuys-Orte in Düsseldorf, zu denen auch Führungen organisiert werden.
Eine Ausstellung im Rahmen der Quadriennale 2010 Düsseldorf
Kontakt
SCHMELA HAUS
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Mutter-Ey-Straße 3
40213 Düsseldorf
K20 GRABBEPLATZ
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
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