Im Januar 2010 fand das Theaterfestival „Lessingtage – Um alles in der Welt“ innerhalb der Eröffnungs-Saison des Intendanten Joachim Lux zum ersten Mal am Thalia Theater statt. Das später „als neuer Fixstern Hamburgs“ gefeierte Festival beschäftigte sich in nationalen und internationalen Gastspielen mit einer Frage, die schon Gotthold Ephraim Lessing vor über 200 Jahren stellte: Wie könnte Verständigung von Kulturen und Religionen im Großen und Kleinen möglich sein?
Auch in diesem Jahr sind Gastspiele aus vielen Ländern dieser Welt zu sehen! Darüber hinaus sind Weltenreisen ein zentrales Thema unseres Festivals. Das Thalia Theater begibt sich in zahlreichen Eigenproduktionen wie „Faust“, „Merlin“, „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ oder „Don Quijote“ auf Zeitreisen, Phantasiereisen und Reisen ins Ich, stets auf der Suche nach den vielfältigen Formen von Mobilität und der eigenen Identität in einer solch mannigfaltigen, global vernetzten Welt. Wir gehen hinaus in die Stadt, sei es auf einer Barkasse, die Sie mit auf eine Reise um die Welt nehmen wird oder bei einem der vielen Lessingspaziergänge und soziokulturellen Projekte in und von Hamburg.
Der große Auftakt der Lessingtage 2012 findet deshalb in den Deichtorhallen statt, wo wir das Unmögliche versuchen wollen: das Buch des deutsch-iranischen Schriftstellers Navid Kermani ( „Dein Name“) – einen unendlichen Roman von über 1200 Seiten, ein Buch, das zwischen Orient und Okzident oszilliert, mit der Ausstellung „Wunder“ der Deichtorhallen in Kontakt zu bringen. Schauspieler, Künstler, Persönlichkeiten des Thalia Theaters und aus der ganzen Stadt werden das Buch wie auch die „Wunder“-Ausstellung in einem großen gemeinsamen Happening zum Klingen bringen. Mit „Emilia Galotti“ in der Inszenierung von Maco Štorman haben wir in diesem Jahr eine echte Lessing-Premiere zur Eröffnung des Festivals: Am 21. Januar (Thalia Gaußstraße).
Am Ende des Festivals steht zum dritten Mal die „Lange Nacht der Weltreligionen“, die sich diesmal mit Schöpfungsmythen in den verschiedenen Religionen beschäftigen wird. Mit der Frage also, wie sich in tiefer Vorzeit die Menschen verschiedenster Kulturen den Anfang von allem, die Menschwerdung des Menschen vorgestellt haben.
In über 60 nationalen und internationalen Veranstaltungen wird das Festival in seinem dritten Jahr noch bunter und ereignisreicher werden – Sie sind herzlich eingeladen, mit uns um die Welt zu reisen!
Thalia in der Gaußstraße
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