Eine jüdische Familiengeschichte über 26 Jahre – Judith Herzberg erzählt von Menschen, die für ein erfülltes Leben und gegen die Vergangenheit kämpfen, die voller Humor und Kraft, aber auch Labilität und Trauer sind. 1972 feiert Lea im Haus ihrer Eltern Ada und Simon ihre dritte Hochzeit; Verwandte, Freunde, Ex-Ehemänner sind anwesend und die Familienverhältnisse selbst für Eingeweihte kaum zu durchschauen.
Trotz des Trubels, der Liebesgeschichten und kleinen Skandale lassen sich aber die Geister der Vergangenheit nicht verjagen: Ada und Simon haben das Konzentrationslager überlebt, Lea hat diese Zeit bei einer „Kriegsmutter“ verbracht, Zwarts Frau und sein Sohn wurden ermordet, wie auch Dorys Eltern, Hans Eltern… Und wenn nach dieser Hochzeit weiter geheiratet und sich verlassen wird, wenn Menschen sterben, Kinder geboren werden, diese sich verlieben und sich wieder verlassen, so ist der Holocaust doch präsent.
Bis in die Generation der Enkel existiert das Trauma, setzen sich Angst, Verunsicherung und Wut fort. Das dreiteilige Familienepos bestehend aus ‚Leas Hochzeit‘, ‚Heftgarn‘ und ‚Simon‘ wird zum ersten Mal an einem Abend gezeigt.
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