Verbessere mich, du bist so schön, Zukunft! Maschinen helfen: Sie nehmen Arbeit ab, sie transportieren mühelos in die Ferne, sie machen gesund, sie denken, sie lassen faul sein und – sie versprechen das ewige Leben. Maschinen bedrohen: Sie machen abhängig, sie bestimmen das Leben, sie trennen den Menschen von sich selbst.
Diese Ängste beschäftigen eine Reihe von Leuten: Die Sängerin, den Tischler, die misstrauische Ehefrau, den Geistlichen, den Schachweltmeister. Aber sie erzählen auch von den Hoffnungen und Glücksverheißungen, die sie mit der MASCHINE verbinden.
Jahre später: Es gibt schon lange keine Menschen mehr. Der Planet Erde ist wüst und leer. Nur noch ein paar unsterbliche Roboter stehen herum wie traurige Clowns. Ein Interview befragt einen Roboter nach dem anderen nach dem Verbleib der Menschen: Er reist über die verlassene Erde – vom Schlachtfeld ins Bordell, von dort ins Hospital, in eine Vorstadtsiedlung, danach tief unter die Erde, weiter ins All, bis er auf einem fremden Planeten ein unscheinbares Raumfahrzeug entdeckt, das für ihn eine seltsame Botschaft bereithält...
Ulrich Hubs Text fragt nach der Zukunft des Menschen, was ihn im Kern ausmacht: Wie ist es eigentlich um die Seele des Menschen bestellt? Ist die Seele an den Körper gebunden? Besitzen Maschinen eine Seele? Sind alle Roboter letzten Ende erfunden worden, um die ANGST DES MENSCHEN VOR DEM TOD zu überwinden? Und ist der Mensch nicht erst wirklich frei, wenn er sich von seinem unvollkommenen und sterblichen Körper befreit hat und sein Geist endlich losgelöst über den Wassern schweben kann?
Michael Simon, in Karlsruhe bekannt für seine bemerkenswerten Inszenierungen "Dreamtime" nach Shakespeare, "Prinzessinnendramen" von Elfriede Jelinek und zuletzt "Das Spiel vom Fragen" von Peter Handke, wird diese Uraufführung – die zu Beginn der Spielzeit noch unter den Arbeitstiteln „Ex Machina“ und „Metropolis“ angekündigt wurde – in einer ungewöhnlichen Raumkonzeption in Szene setzen.
Ulrich Hub, 1963 in Tübingen geboren, ist Schauspieler, Regisseur und Autor. In Karlsruhe wird er durch die Uraufführung seines preisgekrönten Kinderstücks "An der Arche um Acht" bekannt. Für Michael Simon bearbeitete er "Stadt aus Glas" von Paul Auster (Düsseldorfer Schauspielhaus, 2002), "Werther" von Goethe (Staatsschauspiel Dresden, 2006) und "Moby Dick" von Melville am Schauspiel Köln 2007. Ulrich Hub lebt in Berlin.
Aufführungen bis zum 23-7-2010
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