Marlene Dietrich ist einer der wenigen bis heute weltweit bekannten deutschen Filmstars. Bereits in den 20er Jahren arbeitete sie als Schauspielerin am Theater und in Stummfilmen, doch ihren endgültigen Durchbruch erreichte sie 1930 in "Der blaue Engel". Gemeinsam mit dem Regisseur dieses Films, Joseph von Sternberg, ging sie Anfang der 30er Jahre nach Hollywood, um in Deutschland nicht von der nationalsozialistischen Propaganda vereinnahmt zu werden.
Sie fasste in Hollywood Fuß und etablierte sich dort als Schauspielerin. Mitte der 30er Jahre lehnte sie ein Angebot von Goebbels ab, wieder in Deutschland zu arbeiten. Ihren europäischen Wohnsitz verlegte sie 1938 nach Paris. Dort unterstützte sie deutsche Emigranten. 1939 legte sie die deutsche Staatsbürgerschaft ab und nahm die US-amerikanische an. Ihre Beziehung zu Jean Gabin, der sich freiwillig zu den französischen Befreiungskämpfen meldete, weckte in ihr den Wunsch, sich noch stärker gegen den Nationalsozialismus zu engagieren, weshalb sie sich in der Betreuung der amerikanischen Truppen verschrieb.
Sie erhielt internationale Anerkennung für ihr Engagement, doch in Deutschland stieß ihr Handeln noch lange auf Unverständnis und Anfeindungen. Erst zu ihrem 100. Geburtstag im Jahr 2001 entschuldigte sich das Land Berlin offiziell für die Anfeindungen und verlieh ihr 2002 posthum die Ehrenbürgerschaft.
ARTE widmet der großen deutschen Künstlerin einen Themenabend mit einer Dokumentation, die Marlene Dietrichs Beziehung zu Jean Gabin in den Mittelpunkt stellt und die Beziehung dieser beiden eigenwilligen Persönlichkeiten eingehend beleuchtet. Darüber hinaus beweist Marlene Dietrich in "Zeugin der Anklage", dass sie nicht nur die unnahbare Diva spielen konnte, sondern durchaus zur Darstellung von Gefühlsausbrüchen in der Lage war.
20:15 Uhr: Zeugin der Anklage
22:10 Uhr: Eine unvollendete Liebe
Sendetermin: Sonntag 20.1.2013, ab 20:15 Uhr Arte
ARTE G.E.I.E.
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