Gesellschaft Freunde der Künste

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Tristan und Isolde: Premiere am 21.3.2009 am Staatstheater Wiesbaden

Erstmals inszeniert Dietrich Hilsdorf ein Werk Richard Wagners. Mit ‚Macbeth’, ‚Johannes-Passion’, ‚Don Carlos’ und ‚Der Freischütz’ gehört Dietrich Hilsdorf zu den prägenden Musiktheaterregisseuren des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Weitere Inszenierungen führten ihn in letzter Zeit u.a. nach Leipzig, Essen, Bonn und Chemnitz, wo er 2007 für ,Die Liebe zu den drei Orangen' mit dem deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie ,Beste Regie im Musiktheater' geehrt wurde.

Isolde will mit Tristan sterben, denn sie soll König Marke heiraten, obwohl sie Tristan liebt, der einst ihren Verlobten Morold erschlug. Doch Isoldes Vertraute Brangäne tauscht den Todes- gegen einen Liebestrank aus und löst damit eine Ekstase der Leidenschaft aus. Die Liebenden verfallen einander endgültig und ersehnen die Nacht der Erlösung. Als sie sich ihre Treue bis über den Tod hinaus versichern, werden sie von Marke und Melot überrascht. Im folgenden Handgemenge lässt sich Tristan absichtlich verwunden. Er wird von Kurwenal auf die heimatliche Burg gebracht, wo der tödlich Verwundete im Fieberwahn auf Isolde wartet. Doch die Geliebte kommt zu spät. Tristan geht ihr in den Tod voraus.

Wagners ‚opus metaphysicum aller Kunst’ (Nietzsche) gehört als tragische Liebesgeschichte nach der mittelalterlichen Vorlage Gottfried von Straßburgs zu den Höhepunkten der europäischen Romantik und ist zugleich ein Ursprung der musikalischen Moderne: die Dichtung der von äußerem Geschehen fast befreiten ‚Handlung in drei Aufzügen’ ist von einer psychologischen Raffinesse, die mit dem ‚tönenden Schweigen’ der Musik in ihrer übersteigerten chromatischen Sinnlichkeit und avancierten Harmonik alle Grenzen des zeitgenössischen Musiktheaters sprengte und Maßstäbe für das Musikdrama der folgenden Epoche setzte. In der konsequenten Verinnerlichung äußeren Konfliktgeschehens verwandelte Wagner die traditionelle Oper in – wie er es selber nannte – ‚ersichtlich gewordene Taten der Musik’.

Handlung in drei Aufzügen von Richard Wagner

Premiere am 21. März 2009

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