Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, erzählt uns heute etwas über die Wiedervereinigung von Deutschland.
Lieber Herr Böhmer,
haben Sie gewusst, dass kein einziges Dax-30-Unternehmen seinen Stammsitz in Ostdeutschland hat? Dass nur 1,7 Prozent der Spitzenpositionen in Politik oder Wirtschaft von Ostdeutschen besetzt werden?
Wir haben viel aufzuholen. Weil die Weiterentwicklung der Wiedervereinigung an vielen Stellen stockt, wirbt Coca-Cola nun für die Weiter-Vereinigung. Gute Idee. Wir alle sollten mitmachen.
Ich frage mich nur, warum die Out-of-Home-Motive nur in den Fokusregionen Bonn, Brandenburg, Berlin und Dresden hängen. Etwa weil es den Menschen in den anderen Teilen Deutschlands egal ist?
Oder weil gerade die Bonner, Brandenburger, Berliner und Dresdner darauf hingewiesen werden müssen? Wenn Weitervereinigung, dann doch bitte in ganz Deutschland.
Aber vorerst am besten nur mit Abstand oder gleich virtuell. Eben von den vier Wänden aus, die wir uns in den letzten Monaten so schön eingerichtet haben.
Es ist keine Überraschung, dass Ikea in der Krise von dem Trend profitiert, dass das eigene Zuhause für die Menschen wichtiger wird. Überraschend ist dennoch, dass selbst die Schweden Herausforderungen identifiziert haben, die sie jetzt angehen wollen. Welche das sind, erzähltMarketingchef Heiko Klauer im Interview.
Ich möchte allerdings noch mal betonen, dass Ikea auf hohem Niveau kritisiert. Denn laut einer aktuellen Studie ist Ikea das mit großem Abstand beliebteste Möbelhaus in Deutschland.
Das Unternehmen macht es genau richtig. Gerade wenn es gut läuft, sollte man in die Zukunft investieren. Die nächste Krise kommt bestimmt.
Im Moment kämpfen wir alle aber noch mit der aktuellen. Tipps, Strategien und Inspiration, wie Sie die Krise meistern und sich erfolgreich für die Zukunft aufstellen, bekommen Sie bei unserer virtuellen Konferenz #MachenWirDasBesteDraus, die am kommenden Dienstag schon zum neunten Mal kostenlos stattfindet. Ich bin auch wieder dabei und freue mich auf Sie.
Einen schönen Abend wünscht
Verena Gründel


Die Wiedervereinigung nicht vergessen lassen, das will Coca-Cola mit seiner Kampagne. Foto: Coca-Cola


