Mit 12,74 Millionen Zuschauern stellte der erste „Tatort“ mit Til Schweiger als Hamburger Hauptkommissar Nick Tschiller und Fahri Yardim als seinem Kollegen Yalcin Gümer sofort einen Rekord auf – seit zwanzig Jahren hatten nicht mehr so viele Menschen den Sonntagabend-Krimi im Ersten eingeschaltet.
Heinrich Schmitzschrieb zum letztem Auftritt von Til Schweiger als Hamburger Hauptkommissar Nick Tschiller:
"Tschiller ist nicht der Denker unter den Tatortkommissaren. Geschenkt. Die Anzahl der Philosophen unter realen Ermittlern ist auch begrenzt. Dass er nuschelt. Auch geschenkt. Auch echte Polizisten sind keine ausgebildeten Sprecher, die man immer verstehen muss. Dass er selten jemand festnimmt und deshalb auch niemanden über seine Rechte belehrt. Schon spannender.
Tschiller ist ein Mann der Tat. Man kann auch sagen, der blinden Tat. Nur ein toter Menschenhändler ist ein guter Menschenhändler, scheint das Motto zu sein. Erst mal schießen, töten und dann weitersehen. War doch Notwehr. Aber sicher. Auf die Idee sind andere auch schon gekommen.
Man provoziert - völlig hirnlos - gefährliche Situationen, in denen man dann recht sicher angegriffen wird und dann erschießt man mal eben drei Menschen, gefährdet das Leben von Zeugen und das des Kollegen. Warum nicht, dient doch nur der Unterhaltung. Ist doch nur im Film, nicht in Echt, Mann".
Marie Allnoch, Redakteurin der Gesellschaft Freunde der Künste schrieb:
"Die überdramatische Handlung dieses Tatorts, so denn dieser Begriff überhaupt einer Schweigershow würdig ist, lässt mich neugierig auf die nächste Ausgabe werden. An Fokussierung auf den Schweigerclan und Hollywood-Action scheint sie nur noch übertroffen werden zu können, wenn Papa Til, Entschuldigung, Nick, im Nasenpiercing seiner Tochter einen mexikanischen (woher auch sonst?) Peilsender entdeckt.
Die Anfängliche Hoffnung auf Selbstironie und damit die Chance auf einen überzeugenden Schweiger-Tatort hat sich leider nicht bestätigt. Mein Schweiger-Bullshit-Bingo bleibt enttäuschend leer, von 25 großartigen Begriffen wie „Mächenhndlä“ und „tsursaite, isch tschieße!“ bleibt mir leider nur „nsere Bziehng macht kn tsinn“. Wenn schon mit Klischees jongliert wird, dann bitte richtig".
Jetzt geht es weiter mit Nick Tschiller
Jetzt geht’s weiter: In „Kopfgeld“ setzen Nick Tschiller und Yalcin Gümer ihren Kampf gegen den kurdischen Astan-Clan fort. Das Buch für den Action-Thriller schrieb Christoph Darnstädt, Regie führte Christian Alvart, Jakub Bejnarowicz stand hinter der Kamera.
Da kommt was auf uns zu: Der zweite Fall von Nick Tschiller und seinem Kollegen Yalcin Gümer (Fahri Yardim) verspricht erneut jede Menge Action, so der Fokus. Im Kampf gegen Hamburgs Unterwelt und den Astan-Clan müssen diesmal schwere Geschütze aufgefahren werden.
Sendetermin: Sonntag, 9. März 2014, 20.15 Uhr, Das Erste
Gottfried Böhmer
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Nick Tschiller und seine Tochter Lenny sind in Gefahr Foto: NDR/Marion von der Mehden