Nach dem Richtfest der Elbphilharmonie am vergangenem Wochenende blicken wir mit neuer Kraft und frischem Optimismus in die Zukunft – und zunächst einmal auf den Saisonendspurt.
Den versüßen uns zwei Charakterkehlen in Höchstform: Thomas Quasthoff und Max Raabe nehmen sich in ihrem gemeinsamen Konzert des deutschen Volkslieds an. Und das Ensemble Resonanz portraitiert zum Abschluss der Reihe »Don’t Push the Sounds« den italienischen Komponisten Fausto Romitelli.
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Charakterkehlen auf Schatzsuche
Vor ziemlich genau zwei Jahren trat Max Raabe bei der Premiere seines Programms »Heute Nacht oder nie« im Berliner Admiralspalast ans Mikrofon und fragte scheinheilig ins Parkett, ob zufällig ein Bassbariton im Saal sei. Thomas Quasthoff grinste und stieg auf die Bühne, um gemeinsam mit Raabe das Lied »In einem kühlen Grunde« zu singen.
Die Idee einer Reverenz ans deutsche Volklied war geboren. Gesagt, getan: Nun gastieren Quasthoff und Raabe, die sich manchmal auf ein Bier in der Berliner Künstlerkneipe »Diener« treffen, mit dem Programm »Die Gedanken sind frei« in der Laeiszhalle.
Hochgefühle sind garantiert, wenn die beiden Charakterkehlen gemeinsam mit befreundeten Star-Schauspielern des Müllers Wanderstiefel schnüren und den aufgegangenen Mond besingen. Schließlich ist das deutsche Volkslied ein viel zu wertvoller Schatz, um ihn allein der Volkstümlichen Hitparade zu überlassen.
Mittwoch, 2. Juni 2010
20 Uhr / Laeiszhalle / Großer Saal
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Spontanität und Lebendigkeit in der Musik
»Fausto Romitelli ist der reinste Vertreter der Subkultur in der intellektuellen, zeitgenössischen Musik«, schreibt Eric Denut, »in der sich eine andere Subkultur, nämlich jene der angelsächsischen Popmusik, von den 60er-Jahren bis heute, wiederfindet. Romitelli liebt diesen Stil, der Spontanität, Lebendigkeit, Neugier und das Verführerische im Menschen ausdrückt.«
Tatsächlich fasziniert die Musik des italienischen Komponisten Romitelli durch ihre eklektische Art, etwa auf Rockmusik anzuspielen – typisch Postmoderne eben.
Dabei wurde Fausto Romitelli, der 1963 nordöstlich von Venedig, nahe der slowenischen Grenze, geboren wurde und im Altern von nur 41 Jahren einem Krebsleiden erlag, erst in den letzten Jahren wirklich entdeckt. Nun widmet sich das Ensemble Resonanz in gewohnt dynamischer Weise diesem erstaunlichen Komponisten. Ohren auf!
Mittwoch, 9. Juni 2010
20 Uhr / Laeiszhalle / Kleiner Saal
Details & Tickets
Veranstaltungen im Elbphilharmonie Kulturcafé
Samstag, 5. Juni 2010 / 10 Uhr Kindergeschichten Sebastian Dunkelberg liest aus Michael Hoeyes Kinderbuch »Hermux Tantamoq: Vorhang auf – Die Zeit läuft«.
Donnerstag, 10. Juni 2010 / 18 Uhr Jazz im Kulturcafé Das Cafe Royal Salonorchester steht für mit- und hinreißenden Zigeunerswing – genau richtig zum 100. Geburtstag von Django Reinhardt. Die Veranstaltungen finden im ersten Obergeschoss des Elbphilharmonie Kulturcafés statt. Der Eintritt ist frei.
Auf viele anregende musikalische Stunden mit Ihnen freut sich
das Team von Laeiszhalle und ElbphilharmoLnie
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