«Warum soll denn das Spiel schlechter sein als irgendein anderes Mittel des Gelderwerbs, zum Beispiel schlechter als Handel? Das ist ja richtig, dass von Hundert nur Einer gewinnt, aber was geht mich das an?»
Das in der Zusammenarbeit mit dem pathos transport theater geplante Projekt «Spieler» verschränkt die Schicksale hoffnungslos der Spiel- und Empfindungssucht Verfallener. Arbeitsgrundlage sind zwei Romane von Dostojewski, «Der Spieler» und «Ein grüner Junge». In «Der Spieler» macht das zweifelhafte Versprechen des Zufalls aus dem Hobbyspieler Alexej einen Süchtigen, einen, der den Zufall herauszufordern beginnt, sich ihm ausliefert, sein ganzes Leben nach den gesetzlosen Bedingungen des Spiels ausrichtet und im Sog seiner Leidenschaft den Kontakt zur Aussenwelt endgültig verliert. In «Ein grüner Junge» will Arkadij, Sohn eines verarmten Grundbesitzers, ein Rothschild werden, ein reicher Mann mit Einfluss und Privilegien.
«Geld ist der einzige Weg, der sogar eine Null auf den ersten Platz bringt. Das Geld gleicht alles Ungleiche aus.» Auch Arkadij wird zum Spieler. Er jagt einem Lebensentwurf hinterher, der ihn immer weiter von der Erfüllung seiner Sehnsüchte entfernt und schliesslich in Regionen tiefster Verzweiflung führt. Im Projekt «Spieler» treffen Charaktere aus beiden Romanen am Roulettetisch aufeinander und überlassen sich dem Spiel des Zufalls. Aber der Fall der Würfel lässt sich nicht beeinflussen, nicht die Zahl der Asse im Blatt oder der Lauf der Kugel beim Roulette. Die Spieler beginnen einen verzweifelten Kampf um die Vormachtstellung im Areal derer, die das Leben erkennen, indem sie es überschreiten …
Besetzung
Regie: Christiane Pohle
Bühne: Duri Bischoff
Musik: Rainer Süssmilch und Philipp Haagen
Eine Koproduktion mit dem pathos transport theater, München
Kontakt
Theater Basel
Postfach
CH-4010 Basel
Link
http://www.theater-basel.ch/spielzeit/stueck.cfm?s_nr=4295

