Gesellschaft Freunde der Künste

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fabrik Potsdam

Theaterfestival Made in Germany - Tanz, Bildende Kunst, Film vom 10. bis 13. Januar in der Schiffbauergasse Postdam

Das Festival "Made in Potsdam" präsentiert vom 10. bis 13. Januar 2013 fertige Produktionen von Choreografen, die in der fabrik Potsdam als Artists in Residence gearbeitet haben. Nach mehreren Wochen Aufenthalt in Potsdam sind ihre Stücke jetzt in Theatern weltweit zu sehen und damit Botschafter der Kunst made in Potsdam: "Breakfast" von Shang-Chi Sun wurde in Taipei uraufgeführt, "NOTHING for Body" von Howool Baek tourte u.a. in Italien, Holland, Kroatien, Österreich und Korea, "This is Concrete" von J. Van Dinther und T. Granato spielte schon in Sao Paolo und Rio de Janeiro.

Neu in diesem Jahr ist die Ausstellung von Potsdamer bildenden Künstlern in Kooperation mit dem Kunstraum Potsdam. Und die Potsdamer Band "Ek Safar" bringt orientalische Klänge in die fabrik.

Programm:

  • 10. Januar 2013, 20 Uhr
    Doppelkarte: Howool Baek + Shang-Chi Sun
     
  • 11. Januar 2013, 20 Uhr
    Doppelkarte: Jefta van Dinther & Thiago Granato + Martine Pisani
     
  • 12. Januar 2013, 20 Uhr, Zur Auswahl:
    Doppelkarte: Laura Heinecke & Arne Assmann + Antonia Baehr
    Doppelkarte: Malgven Gerbes + Jefta van Dinther & Thiago Granato
    Konzert Ek Safar
     
  • 13. Januar 2013, 15 Uhr, Zur Auswahl:
    Doppelkarte: Malgven Gerbes + Howool Baek
    Doppelkarte: Laura Heinecke & Arne Assmann + Howool Baek
    Brunch und Tanz: Brunch + Malgven Gerbes + Howool Baek
    Brunch und Tanz: Brunch + Laura Heinecke & Arne Assmann + Howool Baek
    Der Brunch findet ab 12 Uhr im fabrik Café statt.

Veranstaltungsorte:

  • fabrik Potsdam, fabrik Club, fabrik Café, Schiffbauergasse 10, 14467 Potsdam
  • T-Werk, Schiffbauergasse 4e, 14467 Potsdam
  • Schinkelhalle, Schiffbauergasse 4a, 14467 Potsdam
  • Waschhaus Kunstraum, Schiffbauergasse 4a, 14467 Potsdam

Karten

  • Vorverkauf: Online-Karten (Gebührenfrei): www.fabrikpotsdam.de, Kartentelefon (werktags 11 - 17 Uhr): (0331) 240923
  • Doppelkarten: Abendkasse: 15 Euro, tanzcard 12 Euro, erm. 10 Euro, bis 19 Jahre 6 Euro
  • Vorverkauf: 12 Euro, tanzcard 10 Euro, erm. 8 Euro, bis 19 Jahre 4 Euro
  • Brunch und Tanz: Doppelkartenpreis + 13 Euro

Bitte beachten Sie, dass einige Aufführungen über eingeschränkte Plätze verfügen. Die Abendkasse befindet sich in der fabrik Potsdam und öffnet 60 Min. vor Beginn der Veranstaltung. Dort werden Restkarten zum Abendkassepreis verkauft.

Ihre Vorverkaufskarte gilt als Fahrkarte für Berlin ABC für Ihren Weg vor und nach der Aufführung.

Howool Baek & Matthias Erian (KO/A) NOTHING for Body

 

10. Januar um 20 Uhr, 13. Januar 15 Uhr in der Fabrik Potsdam

Der Körper von Howool Baek ist eine Welt. Die koreanische Tänzerin lenkt den Blick auf ihre Finger, Füße, und unterschiedliche Körperteile, die ein unerwartetes Eigenleben entwickeln. Landschaften ziehen vorbei, Lebewesen blühen auf und Pflanzen schaukeln hin und her... Howool Baek arbeitet in begrenzten Räumen und schafft damit kleine, zerbrechliche Bilder, die den Körper aus einer ganz anderen Perspektive erscheinen lassen. Eine poetische Reise, gleichzeitig exotisch und sehr nah.

 

Shang-Chi Sun (D/TW) Breakfast

 

10. Januar um 20 Uhr in der Fabrik Potsdam

Die Bühne ist dunkel, einzig ein Lichtstrahl fällt auf einen Tisch, daran sitzen drei Menschen - so die Szenerie. Wild gestikulieren ihre Arme über die rustikale Tischplatte. Es ist früher Morgen in Shang-Chi Suns Stück "Breakfast". Die Nacht geht in den Tag über, die Darsteller wandeln zwischen Traum und Alltag. Der Zuschauer sieht diese Szene in Doppelung. Drei Kameras, die die live gefilmte und geschnittene Performance der Tänzer auf eine übergroße Leinwand übertragen, zeigen Ausschnitte der Wirklichkeit, Momente der Berührung und Intensität. Die Tänzer sind Regisseure und Akteure zugleich, sie führen die Kameras und entführen somit in eine surreale Welt voller Perspektivenwechsel.

 

Jefta van Dinther & Thiago Granato (D/NL/BR) This is Concrete (Deutschlandpremiere)

 

11. und 12. Januar um 20 Uhr in der Fabrik Potsdam

Wie in Zeitlupe bewegen sich Jefta van Dinther und Thiago Granato über die von lauter, elektronischer Musik beschallte Bühne - die technoiden Sounds wummern und wippen, sie fließen ineinander, ebenso wie die Tänzer. Es entsteht eine Club-Atmosphäre, laut, dunkel und durch die Intensität, mit der sich die jungen Männer bewegen und berühren, kraftvoll und hochgradig sexuell geladen. Sie scheinen auf dem schmalen Grad zwischen Bedrängtheit und Vergnügen zu wandeln und eröffnen einen Raum des "Dazwischen". "This is Concrete" wagt eine Darstellung des flüchtig Intimen in einer schnellen Welt, die
langsam getanzt wird.

 

Martine Pisani (F) Cosmos blues (Deutschlandpremiere)

 

11. Januar um 20 Uhr in der Fabrik Potsdam

Als erster Teil ihrer Reihe "Relativité générale" (Allgemeine Relativitätstheorie) präsentiert Martine Pisani in "cosmos blues" ein Tanzsolo für zwei Darstellerinnen, die die Begrenzung ihres Körpers erleben. Mit einem Hauch von "Alice im Wunderland" bewegen sie sich in einer scheinbar fremden, unberechenbaren Welt. Unaufhörlich sind sie damit beschäftigt, zu klettern, zu fallen, sich festzuhalten und abzustützen in dieser unsicheren Umgebung. Martine Pisani macht seit nunmehr zwanzig Jahren auf die Schönheit der Unbegreiflichen, des Unfalls und des Hindernisses aufmerksam. Eine dringende Aufgabe in unserer formatierten Welt, die oft nur die Hochleistung als anstrebenswert betrachtet. Und eine sehr persönliche Erfahrung von Martine Pisani, die selbst die Zerbrechlichkeit ihres Körpers im "realen" Leben erfahren muss. Was kann ein instabiler Körper in einer unsicheren Welt? Cosmos blues...

 

Laura Heinecke & Arne Assmann (D) Calling

 

12. Januar um 20 Uhr, 13. Januar um 15 Uhr in der Fabrik Potsdam

Eine Frau, die tanzt und ein Mann, der singt - zusammen erzählen sie in ihrem Stück "Calling" eine und viele Liebesgeschichten zugleich. Die Tänzerin Laura Heinecke und Arne Assmann, bekannter Musiker in verschiedenen Bands und auf Theaterbühnen, performen in "Calling" für einander. Sie klettert auf seine Schultern, spielt mit Gläsern, blinzelt hinter einer Klappleiter hervor, zieht sich aus, für ihn. Er aber singt lieber Lieder mit Gitarre oder Akkordeon. "Calling" ist ein wunderbar kurzweiliger, charmanter, getanzter Liederabend.

 

Antonia Baehr (D) For Faces

 

12. Januar um 20 Uhr in der Schinkelhalle

Wie in einem Renaissance-Gemälde sitzen drei Frauen und ein Mann in ehrwürdiger Haltung. Das Gesicht und die Hände hell beleuchtet, die elfenbeine Haut und die schwarze Kleidung erinnern an Portraits der Chiaroscuro-Malerei. Sie schauen ins Publikum, das wiederum die Details ihres Antlitzes erkundet. Jeder schräge Mundwinkel, jedes Zucken der Augenbrauen, jeder Blick ist eine Geschichte und erzählt wortlos die faszinierende Wandlung ihrer Seele. Antonia Baehr stellt Gesichter in den Vordergrund, die wir täglich hundertfach anschauen, hier aber mit minimalen Mitteln zum großen
Theater werden. Kleinste Bewegungen werden gedeutet, Emotionen nachempfunden und durcheinander gebracht. "For Faces" bietet die fesselnde Gelegenheit, den Spiegel unserer Menschlichkeit zu beobachten, zu bewundern und anzuzweifeln.

 

Malgven Gerbes (F/D) Cartographie (Deutschlandpremiere)

 

12. Januar um 20 Uhr, 13. Januar um 15 Uhr im T-Werk 

"Dieser Kreis, den ich in der Mitte male, stellt alles dar, was ich weiß. Außerhalb des Kreises steht alles, was ich nicht weiß. Wenn ich eine neue Erfahrung mache, bringe ich sie in den Kreis und gebe ihr dort einen Namen. Sie ist dann Teil meiner Welt." Malgven Gerbes

Wie Humboldt und Gauß hat sich Malgven Gerbes vorgenommen, ihre eigene Welt zu vermessen. Es ist eine Welt aus Erinnerungen, Eindrücken und poetischen Gedanken, die sie versucht mit Linien und Zeichnungen festzuhalten. Daraus entsteht eine wunderbar leichte Reise, eine grafische Erfassung des "Malgven-Planeten", der nach und nach kartografiert wird. Weit davon entfernt, die Welt zu ordnen, macht Gerbes die flüchtige Schönheit einer Bewegung, einer Empfindung, einer Emotion sichtbar. "Ich weiß nicht was es ist, was ich hier zeichne. Aber dies hat eine starke emotionale Wirkung auf mich"...

 

Ek Safar Konzert im fabrik Club

 

12. Januar um 22 Uhr

"Relax and enjoy!" - so schließt Jasper van't Hof seine Kritik zu dem Debutalbum "One Journey" der deutschindischen Band Ek Safar. Dieses ist im November 2012 in der Reihe "Jazz thing Next Generation (Vol. 45)" auf dem Label Double Moon Records erschienen. Eine Tabla knüpft mit ihren sonoren, tiefen Tönen einen Teppich, auf dem Klavier und Klarinette fliegen können. Alle drei Musiker beteiligen sich an der Entwicklung von Melodien, die nie zum Selbstzweck werden, sondern sich direkt in unseren Herzen fest setzen. Ein gleichberechtigter Dialog zwischen den Welten, ohne ins Klischee zu gehen!

 

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