An seinem dritten Geburtstag beschließt Oskar Matzerath, nicht mehr zu wachsen und stattdessen zu trommeln und zu schreien. Sein Lebensweg führt durch das 20. Jahrhundert der Kriege, des nationalsozialistischen Wahns und des Wirtschaftswunders als große Ich-Erzählung eines „Zwerges“, der sich partout nicht aus dem Paradies seiner Kindheit vertreiben lassen will. Eigensinnig in der Gestalt eines Kleinkindes verharrend spielt Oskar Matzerath mit Polen, Kaschuben und Deutschen, Katholiken, Protestanten und Juden in der Stadt Danzig sein Spiel der Verweigerung gegen eine Welt der Lüge und der Gewalt.
Dem zweiunddreißigjährigen Günter Grass gelang mit dem Erscheinen seines Romanes „Die Blechtrommel“ im Jahre 1959 der literarische Durchbruch. Trotz anfänglicher Kontroversen gilt „Die Blechtrommel“ bis heute als der wichtigste deutsche Nachkriegsroman. 1999 erhielt Günter Grass dafür den Nobelpreis. Jan Bosse richtet den bekannten Roman in der Dramatisierung von Armin Petras als eine kollektive Erzählung für die Bühne ein.
Oskar/Großmutter jung/Maria u.a. Britta Hammelstein Oskar/Agnes/Herzog u.a. Cristin König Oskar/Susi Kater/Roswitha u.a. Anne Müller Oskar/Großmutter alt/Frau Spollenhauer/Lankes u.a. Ruth Reinecke Oskar/Koljaiczek/Bebra/Satan u.a. Robert Kuchenbuch Oskar/Alfred Matzerath/Löbsack/Kobyella u.a. Ronald Kukulies Oskar/Jan Bronski/Sigismund Markus u.a. Hans Löw Regie Jan Bosse Bühne Stéphane Laimé Kostüme Kathrin Plath Musik Arno Kraehahn Fotofilme Volker Gerling Dramaturgie Andrea Koschwitz
Aufführungen bis zum 31.10.2010
Kontakt
Maxim Gorki Theater Berlin, Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin
Presse
Claudia Nola, presse@gorki.de
Link
http://www.gorki.de/-/monatsplan/7777912

