Mit der Inszenierung von Unfun nach Matias Faldbakken wird das Projekt „Theater zwischen den Künsten“ fortgesetzt. In enger Kooperation wagen Kunsthalle Fridericianum, Kunsthochschule Kassel und Staatstheater Kassel die Überwindung konventioneller Abgrenzungen zwischen bildender und darstellender Kunst.
Im Jahr 2010 war Faldbakkens Ausstellung THAT DEATH OF WHICH ONE DOES NOT DIE in der Kunsthalle Fridericianum zu sehen, nun wird hier der jüngste der skandalumwitterten Romane des Künstlers als Bühnenstück inszeniert.
Unfun ist ein Grenzgang zwischen Schauspiel, Medienkunst und Rauminstallation und sucht zugleich die künstlerische Auseinandersetzung mit der aktuellen Ausstellung.
Regie führt Nils-Arne Kässens, der den Roman Faldbakkens für die Bühne adaptiert hat. Der Medienkünstler Joel Baumann wird für das Stück einen Raum schaffen, der zwischen Installation und Bühnenbild angesiedelt ist... mehr
Am Donnerstag 15. Dezember 2011 feiert die Romanadaption Unfun nach Matias Faldbakken in der Kunsthalle Fridericianum Premiere.
Die Vorstellungen finden jeweils um 20 Uhr statt, die Ausstellung JULY, IV, MDCCLXXVI von Danh Vo ist ab 19 Uhr geöffnet.
Matias Faldbakken, zugleich bildender Künstler und Schriftsteller, scheint sich wie kein Zweiter für ein „Theater zwischen den Künsten“ zu eignen. Sein Vater, Knut Faldbakken, ist Schriftsteller, und seine Mutter, Gro Skåltveit, bildende Künstlerin. In einem Interview mit dem Kunstmagazin art erklärt Matias Faldbakken: „Ich wäre heute kein Schriftsteller, wenn ich nicht begonnen hätte Kunst zu machen. So sind meine Kunst und meine Literatur miteinander verbunden.“ Zuletzt war die Ausstellung THAT DEATH OF WHICH ONE DOES NOT DIEvon Matias Faldbakken im Jahr 2010 in der Kunsthalle Fridericianum zu sehen.
Als „der bessere Houllebecq“ hat sich Faldbakken als Autor einen Namen gemacht. Seine Figuren kennen scheinbar keine Moral und stellen damit die Selbstverständlichkeit, mit der wir zwischen Gut und Böse unterscheiden, in Frage. Mit der Negierung unserer Werte legt Faldbakken seinen Finger in die Wunde: Was ist gut und was ist böse? Wie können wir rechtfertigen, was Moral ist und was Unmoral? In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?
„Unfun“ ist ein Grenzgang zwischen Schauspiel, Medienkunst und Rauminstallation und sucht zugleich die künstlerische Auseinandersetzung mit der Ausstellung JULY, IV, MDCCLXXVI von Danh Vo. Dessen Figur der New Yorker Freiheitsstatue als zerbrochene Ikone des Westens bildet einen engen thematischen Bezug zu „Unfun“.
Es spielen: Peter Grünenfelder, Julia Hansen und Daniel Schröder
Künstlerische Leitung, Regie, Musik: Nils-Arne Kässens (Kunsthochschule Kassel)
Installation/Bühne: Prof. Joel Baumann (Kunsthochschule Kassel)
Dramaturgie: Michael Volk (Staatstheater Kassel)
Premiere: 15.12.2011
Weitere Termine: 16.12.2011, 17.12.2011, 18.12.2011
Beginn: jeweils 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr
Aufführungsort: Kunsthalle Fridericianum, Friedrichsplatz 18, 34117 Kassel
Vorverkauf: Karten zu 10 Euro / ermäßigt 5 Euro in der Kunsthalle Fridericianum und an der Theaterkasse des Staatstheaters Kassel, Tel. 0561 1094-222. Restkarten gibt es an der Abendkasse im Fridericianum. In der Theaterkarte ist der Eintritt in die Ausstellung JULY, IV, MDCCLXXVI von Danh Vo in der Kunsthalle Fridericianum enthalten. Die Ausstellungen sind ab 19 Uhr geöffnet.
Der Kasseler Bank gilt auch in diesem Jahr wieder der herzliche Dank für die finanzielle Förderung des Projektes.
Kunsthalle Fridericianum
Friedrichsplatz 18
D-34117 Kassel
www.fridericianum-kassel.de
Öffnungszeiten: Mittwoch – Sonntag von 11 bis 18 Uhr
Mittwochs Eintritt frei

