Gesellschaft Freunde der Künste

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Bis zum 19. Mai am Staatstheater Wiesbaden

Theater/Wiesbaden - Der gute Mensch von Sezuan - Eine traurige und wahrhaftige Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf

Drei Götter reisen in die chinesische Provinz Sezuan, um einen guten Menschen zu finden. Die Prostituierte Shen Te ist die Einzige, die ihnen ein Quartier anbietet. Sie wird zum Dank von den Göttern mit einem kleinen Kapital ausgestattet und ermahnt, ‚gut zu sein und doch zu leben‘.

Shen Te eröffnet einen Tabakladen, merkt aber bald, dass ihre Hilfsbereitschaft von den Mitmenschen ausgenutzt wird. Sie begreift, dass Solidarität und Warmherzigkeit in den Ruin führen und erfindet ein zweites Ich in Männerkleidern: einen fiktiven Vetter namens Shui Ta.

Der ist in allem das Gegenteil von Shen Te: skrupellos, gierig und kaltherzig. Unter seiner Führung wird aus dem kleinen Laden schnell ein Tabakimperium. Als sich Shen Te in den Flieger Yang Sun verliebt, kommt sie mit ihrem Doppelspiel in Konflikt. Eine traurige und wahrhaftige Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.

Brecht stellt in seinem Parabelstück die Frage, ob Gleichheit und Brüderlichkeit, die einst als ideelle Wertgrundlagen der bürgerlichen Gesellschaft formuliert wurden, im entwickelten Kapitalismus nicht traumtänzerische Illusionen sind.

Mit der poetischen Erfindung der Doppelfigur She Te/ Shui Ta spielt er durch, welche katastrophalen Folgen das ‚Gutsein‘ hat. Das Gebot der Götter scheitert vorm Wolfsgesetz, aber die Götter bleiben unbelehrbar.

Erste Skizzen zum Stück entstanden 1926. Die Hauptarbeit leistete Brecht im skandinavischen Exil unter der Mitwirkung von Ruth Berlau und Margarete Steffin. Brecht befand sich im amerikanischen Exil, als ‚Der gute Mensch von Sezuan‘ 1943 in Zürich uraufgeführt wurde.

Ricarda Beilharz ist Bühnenbildnerin und Regisseurin. Sie war Leitungsmitglied am Baseler Theater, arbeitete u.a. am Thalia Theater Hamburg, bei den Salzburger Festspielen und den Berliner Festwochen.

Zwei Inszenierungen, bei denen sie als Bühnenbildnerin mitwirkte, waren zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Dem Wiesbadener Publikum ist sie durch ihre Inszenierungen ‚Der Nachlass‘, Yasmina Rezas ‚Gott des Gemetzels‘, Schillers ‚Die Räuber‘ und Lessings ‚Emilia Galotti‘ bekannt.

Inszenierung und BühneRicarda Beilharz
KostümeHanna Zimmermann
DramaturgieAnika Bárdos
Mit:
1. GottMonika Kroll
2. GottBenjamin Krämer-Jenster
3. GottTobias Randel
Shen Te / Shui TaDoreen Nixdorf
Yang Sun, ein stellungsloser FliegerJörg Zirnstein
Frau Yang, seine Mutter / Die Frau u.a. Barbara Teuber
Wang, ein WasserverkäuferMichael von Burg
Die Witwe Shin u.a.Franziska Werner
Der Mann u.a. Konstantin Keidel
Der Barbier Shu Fu u.a.Lars Wellings
Die Hausbesitzerin Mi Tzü u.a.Evelyn M. Faber
Der Schreiner Lin To u.a.Martin Müller

Kleines Haus

Freitag, den 01.04.2011, 19.30 Uhr
Mittwoch, den 13.04.2011, 19.30 UhrMittwoch, den 20.04.2011, 19.30 Uhr
Sonntag, den 24.04.2011, 19.30 Uhr
Donnerstag, den 28.04.2011, 19.30 Uhr
Samstag, den 14.05.2011, 19.30 Uhr
Donnerstag, den 19.05.2011, 19.30 Uhr

Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Pressereferat
Christian-Zais-Str. 3
65189 Wiesbaden


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