Gesellschaft Freunde der Künste

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Trilogie von Judith Herzberg

Theater: Über Leben - dreiteiliges Familienepos am 8.4.2011, Deutsches Theater Berlin

Judith Herzbergs dreiteilige Familiengeschichte beginnt 1972 im Haus von Ada und Simon. Deren Tochter Lea feiert hier ihre dritte Hochzeit, Verwandte, Freunde, Ex-Ehemänner und deren Ex-Ehefrauen sind anwesend, die Familienverhältnisse selbst für Eingeweihte kaum zu durchschauen.

Trotz des Trubels, der Liebesgeschichten und kleinen Skandale lassen sich die Geister der Vergangenheit nicht verjagen: Ada und Simon haben das Konzentrationslager überlebt, Lea hat diese Zeit bei einer „Kriegsmutter“ verbracht, Zwarts Frau und sein Sohn wurden ermordet, wie auch Dorys Eltern, Hans Eltern…

Und auch wenn nach dieser Hochzeit weiter geheiratet und sich verlassen wird, wenn Menschen sterben, Kinder geboren werden, diese sich verlieben und sich wieder verlassen, so ist der Holocaust doch präsent. Bis in die Generation der Enkel existiertdas Trauma, setzen sich Angst, Verunsicherung und Wut fort.
In 'Leas Hochzeit', 'Heftgarn' und 'Simon', erzählt Judith Herzberg über rund 20 Jahre von einer jüdischen Familie, deren Mitglieder für ein erfülltes Leben und gegen die Vergangenheit kämpfen.

Sie zeigt Menschen voller Humor und Kraft, aber auch voller Labilität und Trauer. Es geht ihr, so betont die 1934 in Amsterdam geborene Dramatikerin und Lyrikerin, darum, "Lebende", nicht "Überlebende" zu zeigen, Menschen auf der Suche nach Identität und Sinn. Das dreiteilige Familienepos wird zum ersten Mal an einem Abend gezeigt.

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