In der einschlägigen Musikszene ist der gebürtige Rostocker Thomas Putensen (Jahrgang 59) – seines Zeichens Schauspieler, Sänger, Pianist und Komponist – längst kein Unbekannter mehr. Seine ersten Vertonungen waren die des Schulgeschichtsbuches sowie Kompositionen und Auftritte mit der Singegruppe seiner Schule.
Nach einer Tischlerlehre wechselte er 1979 in die musikalische Sparte des Theaters Greifswald und komponierte Theatermusiken. Später wurde er als Pianist an der Staatlichen Ballettschule Berlin aufgenommen und komponierte zahlreiche Filmmusiken. Aber auch vor der Filmkamera war er zu erleben, erinnert sei an den DEFA-Film „Ete und Ali“, wo er die männliche Hauptrolle spielte.
Weitere Rollen in diversen Spielfilmen bis Mitte der 1990er Jahre folgten. In den Folgejahren widmete er sich erfolgreich diversen Musikprojekten, in wechselnder Zusammensetzung u. a. mit Anett Kölpin, Angelika Weiz, Günter Fischer und Georgi Gogow.
Das Konzert „Wunderwalzer“ ist das jüngste Projekt des vielseitigen Künstlers. Neben wilden Etüden auf dem Klavier erklingen nicht nur zarteLieder zwischen Klassik, Blues und Jazz. Die einen nennen es Songs, die anderen Chansons – auf jeden Fall sind es Gesänge. Zarte und nicht so zarte Gesänge aus wilden Gefilden.
Sie handeln von kaputten Radio-moderatoren und Navigatoren im Raumschiff Welt, von geklonten Genies und ausgeflippten Rentnern, vom allgegenwärtigen Shoppingwahnsinn und alltäglichem Medienblödsinn – eben davon, wie das wahre Leben wirklich spielt. Das Publikum erwartet beim „Wunderwalzer“ mit Thomas Putensen und seiner Band ein abwechslungsreicher Abend mit bester handgemachter Musik – immer wieder anders, auf jeden Fall hören- und sehenswert.
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