Gesellschaft Freunde der Künste

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2009 war ein Rekordjahr

Theater Münster - Internationale Aufmerksamkeit für Münsters WBT

Reihe “Kunst trifft Wissenschaft“ wird im Januar fortgesetzt – Französischer Theaterstar Éric-Emmanuel Schmitt im März zu Gast – “Der Freigeist“ wieder da – Einladung zum Gastspiel 2010 nach Belgrad und Novi Sad –Schuldenlast trübt die Stimmung

Zum Jahresbeginn zieht WBT-Chef Meinhard Zanger eine erfreuliche Bilanz: Münsters Wolfgang Borchert Theater verzeichnete 2009 internationale Aufmerksamkeit und bei den Zuschauerzahlen wie schon 2008 enorme Zuwächse – und das trotz weltweiter Wirtschafts- und Finanzkrise.

Internationale Aufmerksamkeit Internationale Beachtung fand das WBT 2009 mit Savyon Liebrechts Schauspiel Die Banalität der Liebe. Anläßlich der Koproduktion mit dem Schauspiel Dortmund fand im Januar nicht nur eine internationale Hannah-Arendt-Tagung statt.

Das Schauspiel war im Juni zum Gastspiel in Tel Aviv und hat für 2010 eine weitere Anfrage für ein Gastspiel in Belgrad und Novi Sad erhalten. Im März kommt der französische Theaterstar Éric-Emmanuel Schmitt ins WBT.

Künstlerische Highlights der neuen Spielzeit 2009/10 sind Schillers Maria Stuart, die Euripides-Tragödie Medea und Éric-Emmanuel Schmitts Der Besucher. “Bei den Klassikern wünsche ich mir eine größere Nachfrage, vor allem von den Schulen, die Aufführungen sind wirklich klasse!“, so Zanger über die zurückhaltende Nachfrage.

Éric-Emmanuel Schmitt zu Gast im WBTDiesen Januar findet eine weitere Veranstaltung zur Reihe “Kunst trifft Wissenschaft“ statt. Am Sonntag, 24. Januar ist in einer Matinee der renommierte Kölner Germanist Prof. Dr. Rudolf Drux im WBT zu Gast und spricht über den “anderen Schiller“, über die Sinnliche Heiterkeit bei Schiller. Vom 21.-28. März veranstaltet das WBT aus Anlaß des 50.

Geburtstags des französischen Theaterautors Éric-Emmanuel Schmitt ein Schmitt-Festival mit allen fünf bisher gezeigten Produktionen. Neben Kleine Eheverbrechen und Der Besucher werden auch die philosophische Komödie Der Freigeist, das “Passionsspiel“ Meine Evangelien und das rätselhafte Schauspiel Enigma noch einmal zu sehen sein.

Éric-Emmanuel Schmitt ist im WBT zu Gast und stellt sich am Freitag, 26. März, in einer Matinee dem Münsteraner Publikum.Publikums- und UmsatzrekordWas den Publikumszuspruch angeht, erzielte das WBT das beste Ergebnis aller Zeiten. 266 Vorstellungen im Hause und 11 Gastspiele sahen 22.724 Zuschauer.

Damit wurden die Zahlen aus den Jahren 2001 [22.523] und 2004 [22.304] übertroffen.Im Haus wurde 2009 erstmals die 20.000er Marke überschritten: insgesamt besuchten 20.162 Zuschauer 266 Vorstellungen im WBT.

Gegenüber dem Jahr 2008 bedeutet dies eine Steigerung um 1.833 Besucher, ein absolutes Plus von 10,3 %. Die Auslastung beträgt 78,1 % [+1,0%]. Im Jahr 2008 hatte die Auslastung bei 77,1 % gelegen.

Mit über 340.000,- € eigenen Einnahmen verbuchte das WBT 2009 den höchsten Umsatz in seiner 53jährigen Geschichte, mit 35,3 % [+2,0%] ist der Eigenanteil am Gesamtetat so hoch wie noch nie und liegt weit über dem Bundesdurchschnitt der Theater [18 %].

Bezogen auf die Spielzeit schickt sich die Saison 2009/10 an, die erfolgreichste aller vier Spielzeiten von Zangers Intendanz zu werden. Nur knapp wurde in den ersten vier Monaten die 10.000er Marke verfehlt. Von August bis Dezember 09 strömten 9.848 Zuschauer in Münsters Theater am Stadthafen, davon allein im Dezember 3.862.

Das entspricht bei 120 gespielten Vorstellungen einer Auslastung von 85,4 % [+2,7%]. Im Vergleichszeitraum der Vorjahresspielzeit 2008/09 konnte ein absoluter Zuwachs von 1.317 Zuschauern [+13,4 % ] verbucht werden. Die neuen Hits: Der Besucher, die Nonnen und das SAMS Die meistbesuchten Neuproduktionen der Spielzeit 2009/10 sind das Schauspiel Der Besucher von Éric-Emmanuel Schmitt, das himmlische Musical Non[n]sens und das Kinderstück Eine Woche voller SAM Stage.

Alle drei Produktionen waren seit der Premiere stets ausverkauft. Stark nachgefragt in 2009 waren auch zahlreiche Stücke des Repertoire: die Revue Kleiner Mann, was nun?, das Schauspiel Die Banalität der Liebe und die Komödie Der Gott des Gemetzels; die meisten Zuschauer in den zurückliegenden 3 ½ Spielzeiten hatten mit 6.154 in 105 Vorstellungen die Anarcho-Comedy Shakespeares sämtliche Werke [leicht gekürzt], die Manager-Satire Die Grönholm-Methode mit 5.947 in 74 Vorstellungen und Éric-Emmanuel Schmitts Ehekrimi Kleine Eheverbrechen mit 5.315 Zuschauer in 64 Vorstellungen.

Schulden konnten abgebaut werden – WBT benötigt Hilfe Bei all den Erfolgen stößt WBT-Chef Meinhard Zanger dennoch ein Wermutstropfen auf. Die 2006 übernommenen Schulden in Höhe von 250.000,- € konnten zwar um 50.000,- € abgebaut werden, dennoch drückt ihn die Last:

„Wir haben gezeigt, daß wir gutes Theater machen können. Wir haben die wirtschaftlichen Vorgaben erfüllt und zur Besserung beitragen können. Aber alleine schaffen wir es nicht“, sagte der WBT-Chef im Hinblick auf die seit Jahren eingefrorenen Zuschüsse der Stadt Münster und dem Wegfall der Zuschüsse des LWL.Münster,

15.1.10/mj

Markus Josten Presse / Dramaturgiec/o

WOLFGANG BORCHERT THEATER

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