Gesellschaft Freunde der Künste

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Burleske Operette in drei Aufzügen

Theater Krefeld/Mönchengladbach: Die lustigen Nibelungen bis zum 5.4.2013

Die urdeutsche Nibelungensage als Operettenstoff? Oscar Straus und sein Textdichter Rideamus adaptierten 1904 die intrigenreiche Geschichte auf höchst amüsante Weise.

König Gunter von Burgund hat unvorsichtigerweise die kampfustige Brunhild von Isenhagen zum Zweikampf herausgefordert, um sie als Gattin zu gewinnen. Doch bislang hat sie ihre zahlreichen Freier alle totgeschlagen. Der burgundische Familienrat beschließt, Hilfe beim Drachentöter Siegfried von Niederland zu suchen, der Brunhild an Kraft überlegen ist.

Zum Dank wird ihm Gunters Schwester Kriemhild als Braut versprochen. Mit Tücke und Tarnhelm gelingt es, Brunhild zu besiegen, und  es wird Doppelhochzeit gefeiert. Aber schon in der Hochzeitsnacht kommt es zu Komplikationen, und ein Mordkomplott wird geschmiedet …

Mit ihrer Nibelungen-Persifage knüpften Straus und Rideamus an die Tradition der bissig-satirischen Operetten Jacques Offenbachs an. Auf unterhaltsam-intelligente Weise werden als „typisch deutsch“ geltende Klischees ebenso parodiert wie militärisches Imponiergehabe und germanische Überheblichkeit.

Und auch an ironischen Verweisen auf Wagners Monumentalwerk wird nicht gespart. Mit ihrem schmissigen Walzern, rasanten Märschen und melodienreichen Couplets sind Die lustigen Nibelungen auch musikalisch ein Meisterwerk des Operettengenres, das durch die politische Diskriminierung seiner Autoren zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.

Kontakt

Saskia Fetten

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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